Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
586
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586 AV. Nr. 1408-1411.

zu Leipzig in Uebersetzung und im Urtext nach B. von Lassberg'sCodex erschien. Hieher gehören auch die Blätter nach Cornelius inder von Decker gedruckton Ausgabe des neuen Testaments von Dr.Luther, welche bei Gelegenheit der Londoner Industrie-Ausstellung 1850in Oliphantfolio erschien. Sehr reich an Illustrationen nach Zeich-nungen von A. Menzel u. s. w. ist die neue Pracht-Ausgabe der WerkeFriedrich des Grossen. Eines seiner letzteren, einzeln erschienenenBlätter, stellt Christus am Gclberge mit den schlafenden Jüngern vor.Links nach unten bemerkt man das Monogramm des Zeichners C.Pfannen-schmidt, links jenes des Formschneiders mit ausgefüllten Linien, fol. —Auf Blättern dieses Meisters kommen obige Monogrammen vor, sowiedie Initialen A. V.

1408. Unbekannter Formschneider, welcher durch Abbildung vonw Pflanzen bekannt ist. Man findet sie In der fdstoria plantarum^*- universalis von.Johannes B'auhinus (4644— tßi:i). Der Monogram-

mist war vermuthlich der Zeitgenosse des Bauhin, das genannte Workerschien aber erst 37 Jahre nach dem Tode desselben. Die Holzschnitt-bilder sind meistens Copien von solchen in früheren botanischen Werken.Ueber Bauhin's Werk s. Treviranus, die Anwendung des Holzschnitteszur bildlichen Darstellung von Pflanzen, S. 49.

1409. Adolph Friedrich Vollmer, Maler und Radirer, wurde 1806 zur- Hamburg geboren, daselbst und dann in München zum Künstler

/V / herangebildet. Anfangs malte er historische Darstellungen/—\/ und Genrebilder, deren mit dem Monogramme versehen sind.-L ß V Später gründete aber Vollmer seinen Ruf als Landsohafts-fi/fjß 1/7, maier, besonders durch Seestücke, welche meisterhaft be-iz ' handelt sind. Seine Ansichten aus Venedig beurkundenzugleich auch einen trefflichen Architekturmalcr. Die Ansicht desgrossen Canals in Venedig hat er für das Album deutscher Künstler,Düsseldorf, J. Buddeus 1840, sehr schön radirt, qu. fol. Auf früherenlandschaftlichen Radirungen findet man das Monogramm des Meisters-Eine Landschaft, mit einer Schenke am Eingange in den Wald, trägtdas zweite Zeichen. Man findet dieses 4 Z. hohe und 5 Z. 6 L. breiteBlatt neben anderen in dem Werke: Radirungen Hamburgischer Künstler.I. Heft mit 6 Blättern, Hamburg 1839, II. Hamburg 1842.

1410. A. Voster, Medailleur von Diessenhofen im Canton Thurgau,at war Schüler von Hcdlingcr. Er schnitt um 1773 Stempel für die

■/V Münze in Zürich, und gravirtc auch solche zu Medaillen. Manfindet das gegebene Monogramm auf seinen Geprägen.

1411. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte■ßj des 16. Jahrhunderts gearbeitet hat, wenn nicht vielmehr das■cv- Monogramm willkürlich gewählt ist, um allenfalls den AgostinoVeneziauo ins Gcdächtniss zu rufen. Dieses Zeichen gibt Bartsch XlV-p. 201, kennt aber nur ein einziges Blatt mit demselben, nämlich einegegenseitige Copie des Parnasses, welchen Marc Anton nach Rafael'sZeichnung gestochen hat, B. No. 247. Der Copist wählte nur die w-VA;lere Gruppe aus, Apollo unter den Musen, und fügte links zw<'>Poeten, rechts den Homer zwischen zwei Philosophen, und den schrei-benden Mann bei. In der Luft schweben nur drei Genien. Links untensteht das aus A V bestehende Monogramm, und dann liest man!RAPHAEL VRBIN. ROMA. — Rossi. H. 6 Z. 9 L. Br. 12 Z. 8 UDie ersten Abdrücke sind ohne Zeichen und ohne Schrift, und daherscheint erst Rossi das Monogramm aufgestochen zu haben.