Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
569
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AT. Nr. 1351 - 1354. 569

Künstler, so dass er an mehreren Stellen vorkommt, wie No. 17, 19,474, 506, 508, 1074 und 1078.

1351. Unbekannter Zeichner oder Formschneider. Diese Initialen

A'T« deuten einen französischen Meister an, welcher in der• X • zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gelebt hat, wahrschein-lich in Lyon, wo Jehan du Pre sich seiner zur Illustration folgendenWerkes bediente : La mer des histoires. Jmprime a Lyon par Jehä dnPre L'an /4flß, fol. Im zweiten Bande dieses sehr seltenen Werkess ]nd Holzschnitte mit A. T. bezeichnet, historische Compositioncn, welchesich aus dem Texte der erzählten Geschichten erklären. Sic sind nuri» Umrissen geschnitten.

Von demselben Künstler sind wohl auch die Holzschnitte in demWerke : L.e Livre de Monseigneur Saint Augustin de la cite de Dieu —. Im-Primt: en la ritte Dabbeville par Jehan du pre et Pierre Gerard marrhansHbraires tWB. 2 Vol., fol.

1352. Antonio Fantnzzi? Diese Initialen findet man auf radirtenATT Blättern, welche zu den Erzeugnissen der Schule von Fon-

"■^ " taineblau gezählt werden. Die Vorlagen sollen grösstenteilsvon Primaticcio herrühren, so wie zu jenen Blättern, welche mit ATF.No. 579 bezeichnet sind. Man dachte daher bei der Erklärung derInitialen sogleich an den Maler und Radirer Antonio Fantnzzi, welchenBartsch mit Antonio da Trento, dem Formschneider, ohne hinreichendenGrund identificirt hatte. Die Initialen A. T. sollten daher „AntonioTridentino" bedeuten, und da, wo das F. beigefügt ist, wurde das Wort>>Fecit" supplirt. Diese Erklärung hat in Hinsicht auf die Autoritäteines A. v. Bartsch fast allgemeine Annahme gefunden; allein T kann*J ls dem Grunde nicht „Trideutino" bedeuten, weil Fantnzzi nicht ausJrento, sondern aus Bologna stammt. In den sicheren Monogrammendes A. Fantuzzi, welche aus ANFT. bestehen, bedeutet das 7" „Tftglio"oder „Tagliatore", und wenn daher die Blätter mit den Buchstaben•"*• 7". wirklich von ihm herrühren sollten, so ist die Erklärung nichtschwer. Allein die mit A. T., und ATF. bezeichneten Radirungen stim-men nicht alle vollkommen mit den ächten Blättern Fantuzzi's, obgleichs, e in der Weise der Schule von Fontainebleau behandelt sind. Siescheinen in eine spätere Zeit, als jene des A. Fantuzzi zu gehören,"id daher möchten wir glauben, der Meistor A.T. sei Eine rerson">it dem Monogrammisten AT. No. 1334. Dieser Künstler war um'555 thätig, während Fantuzzi mit dem Jahre 1545 abgeschlossen zuhaben scheint.

1353. Unbekannter Meister, welcher gegen 1530, oder auch nochy^p später in Deutschland thätig war. Die Initialen seines Namens

findet man auf einem Holzschnitte, welcher die Bathscba im BadeVorstellt, wie sie stehend im Bassin von drei Frauen bedient wird,"ochts auf dem Balcone bemerkt man den König David, und untenSegen links stehen die Buchstaben AT. H. 7 Z. 10 L. Br. 5 Z. 10 L.Dieses Blatt erinnert in der Behandlung an Urse Graf. Im altenAbdrucke kommt es selten vor. Die neueren sind in dem Werke von^erschau und Becker II. No. 16.

1354. Antonio Tempesta von Florenz fand unter dem MonogrammAT.» AET. No. 506 u. 508 eine ausführliche Stelle, und wir kommen

_^r g " auch unter ATF. auf ihn zurück. Das reiche Kupferwerk dieses-'' Künstlers bietet die grösste Abwechslung. Mit AT sc. bezeich-net sind mehrere landschaftliche Radirungen, welche stark geätzt sind,■M daher ein rohes Ansehen haben. Diese Blätter sind indessen geist-