Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
568
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568 AT. Nr. 1347—1350.

schickten Landschaftsmaler. Seine meisten Bilder sind aber nur geist-reich hingeworfen, die wenigsten mit gehöriger Ruhe vollendet. Travistarb 1668 im 55. Jahre.

Es fragt sich, ob die radirten Blätter mit obigen Zeichen vonTravi herrühren. Der Verfertiger scheint ein Nachahmer des B. Castig-lioue zu seyn. Das eine stellt eine Landschaft vor, in welcher zweiBauern einen Ballen auf das Pferd laden. Auf letzterem sitzt aberbereits ein Weib mit dem Kinde. Links reitet ein Mann auf dem Pferde,und hinter ihm sitzt das Kind mit einem Kessel in der Hand. Rechtsin der Landschaft bemerkt man zwei Schaafe, und links einen Büffel.Unten in der Mitte steht das erste Zeichen. H. 4 Z. 10 L. Br. 6 Z. 7 L.Ein zweites Blatt zeigt links in der Landschaft mehrere Ruinen, undim Vorgrunde liegt ein Stein, auf welchem in Basrelief Pan und Syrinxvorgestellt sind. Rechts begleitet der Hirt die Schaafherde, und vomreitet ein Mann. Unten in der Mitte ist das zweite Zeichen. H. 4 Z.5 L. Br. 8 Z. 2 L.

1347. Antonio Fantnzzi bezeichnete seine radirten Blätter auf ver-fjj^ schiedene Weise, selten aber kommt dieses Monogramm vor.

kPv" Es bosteht auch nicht aus AT, sondern aus ANT, wie dieZeichen nachweisen, welche wir unter den Buchstaben ANT. No. 1032gegeben haben. Wir verweisen demnach auf jenen Artikel.

1348. A. Töpfer von Genf gehörte zu den geistreichsten Künst-y^~t "*v lern seiner Zeit. Er zeichnete und malte Landschaften

I -At\ \ «»'1 Genrebilder, auch humoristische Darstellungen und[_/i//l / Carrikaturen. In demselben Fache excellirte aber auch\^_^S Valentin Töpfer, welcher 1774 zu Genf geboren wurde,

und gegen 1847 starb. Diese beiden Künstler könnten verwechseltwerden, Das gegebene Zeichen findet man auf einem lithographirtenBlatte, welches 1815 erschien, und eine Satyre auf den KupferstecherDaniel 15urgdorfcr enthält. Es hat folgende Aufschrift: L'irresolutionfait pur Daniel Burgdor/fer graveur de Herne d'apres un tableau de Toepfer-

1349. Antonio Triva, oder der Trivis, Maler von Reggio, wurderf* 1627 geboren, und von Guercino unterrichtet. Seine ersten Bilder•^ sind in Venedig zu suchen, im Jahre 1661 wurde aber der Künstlerals Hofmaler mich München berufen, wo er bis an seinen 1696 erfolgtenTod thätig war. Triva malte viele Bildnisse, Altarbilder und historischeDarstellungen. Im Künstler- Lexicon XIX. S. 101 haben wir über dieWerke gesprochen, welche er in Bayern hinterlassen hat. Bartsch,P. gr. XIX. S. 232, beschreibt vier radirte Blätter von seiner Hand.wir haben aber ein Verzeichniss von 13 Blättern gegeben. Das obigeZeichen findet mau auf einem allegorischen Blatte. Rechts steht Mi-nerva, welche auf einen Spiegel deutet, in welchem sich ein Philosophmit dem Buche zeigt. Auf letzterem steht: Nosce te ipsum. Links istein Greis, und ein junges Weib, hinter welchem der Tod erscheint.Oben links auf einer Tafel liest man: Quidguid Agis Prudenter Agil etrespire Finem. Links unten gegen die Mitte steht auf einem schiefenTäfelchen das Zeichen mit dem Beisatze : Invcntor 1603 Fecit. H. 12 Z-Br. 12 Z. 9 L.

Auf anderen Blättern dieses Meisters steht der Name, oder dieAbbreviatur: Anl" lYi a F. No. 1079.

1350. Antonio Tempesta von Florenz bezeichnete auf solche Weise/7 r x einige Kadirungen, theils mit dem Beisatze: inu. et fec. Seine

Jt Werke sind sehr zahlreich. Bartsch, P. gr. XVII. p. 127 ff., be-schreibt 1460 Blätter. In der Bezeichnung derselben wechselte der