570 AT. Nr. 1355 — 1359.
reicher, als viele andere Stiche des Meisters, und finden daher ihreLiebhaber. Die Buchstaben AT. f. stehen auf Blättern mit Reiterstatuen,welche leicht radiit und mit dem Stichel vollendet sind.
1355. Antoine Trimenon, oder Trochon, Kupferstecher, war in der# zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in Paris thätig. Er stach
* ' /"' einige grosse Blätter nach N. N. Coyel, hier handelt es sichaber um einige Bildnisse in der von J. Odieuvre veranstalteten Europcillustre. Paris 17, 50, gr. 4. Sie sollen von Tronchon gestochen seyn.Darunter ist das Bildniss des Königs Gustav Adolph von Schweden,und jenes des Prinzen Philipp Emanuel de Lorrain. Beide Blätterkommen auch in Ilume's Histoiro de l'Angletcrre. Paris 1703, vor.
1356. Alexander Tarasewicz, Kupferstecher, war um 1678 inA T" 1 Augsburg thätig. Im Jlosarium et Officium B. Mariae Virginis,
' welches 1678 daselbst erschien, sind verschiedene Vignetten vonihm, theils mit AT. bezeichnet.
1357. Andreas Tympe, Medailleur, hatte um 1665 die k. polnischel^f Münze pachtweise übernommen, und verbreitete geringhaltige
Münzen, welche man die polnischen Tympen nannte. Auf einigenstehen die Buchstaben AT.
1358. Johann Anton Tischbein, Maler, geb. zu Hayna 1720, gest.,, ^^s zu Hamburg 1784. Dieser ideenreiche Künstler wurde
// / ■ zu seiner Zeit bewundert, seino Werke bestehen aberC/L/'U' l / tt< grösstentheils nur in geistreichen Skizzen. Den Stoffwählte er aus der griechischen und römischen Geschichte, und auch bib-lische Darstellungen zog er in sein Bereich, in welchem er mit derbemPinsel losarbeitete. Von durchgebildeten Compositionen, wie sie beiden Akademikern hohen Styls seiner Zeit vorkommen, ist bei ihm keineRede. Die Initialen seines Namens findet man auf historischen undlandschaftlichen Zeichnungen. Diese sind gewöhnlich mit der Feder ent-worfen , und mit Roth, Braun oder Schwarz leicht ausgearbeitet. DieAnzahl dieser flüchtigen Produkte ist gross.
1359. A. Toller, Zeichner in Leipzig, ist im xylographischen In-p. rt" stitute von E. Kretzschmar beschäftiget. In dieser Anstalt werdenLi/ J die Stöcke für die illustrirte Zeitung geschnitten, und Tollerist einer derjenigen Künstler, welche die eingesandten Zeichnungen zumSchnitte auf Holz übertragen. Zu den grössten Blättern gehören jene,welche die Ankunft der Herzogin Elisabeth in Bayern, und die Ver-mählung derselben mit dem Kaiser Franz Joseph in Wien vorstellen-Man findet diese reichen Bilder in der illustrirten Zeitung vom 6. Ma 11854. Der Maler F. Kanitz in Wien hatte diese festlichen Ereignissean Ort und Stelle gezeichnet, und Toller trug die Zeichnungen auf denHolzstock über. Daraus erklären sich auf den Blättern die BuchstabenF. K. , und A T. Letztere sind aber auf den erwähnten Holzschnittenkräftiger gehalten, als oben gegeben, nämlich auf jenem mit der An-kunft der jungen Kaiserin. Auf dem Blatt mit der Vermählung sindalle vier Buchstaben in Antiqua mit Doppellinien gebildet, wie im Ar'tikel des Malers F. Kanitz zu ersehen ist. Die gegebenen Cursivenfindet man auf einem schönen Blatte der illustrirten Zeitung vom1. Jänner 1855 No. 600. Es enthält das Bildniss des Malers und Pro-fessors Ernst Bcndemann. Die Zahl der Holzschnitte mit dem ZeichenToller's ist ziemlich bedeutend, wir glauben aber nicht, dass auch derSchnitt von ihm herrühre. Als Zeichner nennt er sich auf einem gros-sen Holzschnitte der erwähnten Zeitung vom 15. Jänner 1857. Er gi bt