AR. Nr. 1165 — 1169. 507
Das zweite Zeichen findet man auf einem Kupferstiche von odernach Aretz. Dieses sehr mittelmässige Blatt stellt die Büste eines Pa-stors dar, mit der Aufschrift: EFFI. D. 10HANN. IIESSI. PASTO.VVRATIS - AETA. SVAE. LVII. OBYT. ANNO. MDXXXXVII. &c.Am Pfeiler links ist das Zeichen. H. 6 Z. 9 L. Br. 4 Z. 9 L.
1165. Unbekannter Goldschmied oder Zeichner, welcher in derTBP "JF7 ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Deutschland arbei-■*JU-/ JR V. tete. Heller, Monogrammen-Lexicon S. 35, nennt ihn einenKupferstecher, welcher um 1500 gearbeitet haben soll, macht aber aufkein Blatt desselben aufmerksam.' Nur Heinecke, Neue Nachrichten &c.S. 362, kennt vier Blätter mit Goldschmiedsmustern, welche Arabeskenmit Figuren und Thieren, schwarz auf weissem Grunde enthalten, oder,wie Heinecke sagt, „ganz schwarz und klein wie Silhouetten, und ganzbesonders executirt sind." Die Lebenszeit des Künstlers bestimmt dergenannte Schriftsteller nicht, sie fällt aber später, als Heller angibt.In vier Blättern ist die Folge nicht complet. Ein uns bekannterKunstfreund besitzt deren acht, auf welchen beide Zeichen vorkommen.Das zweite trennt Heller von dem ersten, und schreibt es einem unbe-kannten deutschen Kupferätzer zu, ohne Zeitangabe. Es ist indessenWohl möglich, dass sich auch ein anderer Meister desselben bedient habe.
1166. Unbekannter Zeichner oder Kupferstecher, welcher wahr--I scheinlich in Italien lebte. Man findet das gegebene Zeichen
/rA auf einem radirten und gestochenen Bildnisse des Papstes Inno--ri-L cenzIX., welcher 1591 zwei Monate regierte. Wir glauben, dass•las Monogramm den Stecher andeute.
^^1167. Unbekannter Formschneider, welcher in der früheren Zeit/rV" des 16. Jahrhunderts arbeitete. Wir fanden das gegebene Zei--*ix\. eben auf einem Blatte, welches die Kreuzabnehmung vorstellt,^icodomus erfasst den Leichnam von einem Freunde unterstützt, undMaria liegt am Fusse des Kreuzes in Ohnmacht. Johannes steht neben«r. H. 6 Z. 3 L. Br. 6 Z. 10 L.
Von demselben Meister ist wahrscheinlich auch der im CatalogOttley(1837) p. 126 erwähnte Holzschnitt, welcher den Heiland auf dem^yoge nach Golgatha vorstellt, wie er unter der Last des Kreuzes sinkt.Uer Verfasser des Cataloges sagt, das Blatt sei mit dem Monogramm AR.bezeichnet, und gehöre einer frühen Zeit an. H. 6 l / 4 Z. Br. 8 3 /, Z.
U68. Albert Reindl, Maler von München, war um 1635 thätig.ff |-^ Wir haben seiner im Künstlcr-Lcxicon XII. S. 393 erwähnt,/ T^v ohne ein Werk angeben zu können. Er soll sich des gege-
„• . benen Zeichens bedient haben, wir wissen aber nicht, wo
s,( 'h Gemälde mit demselben finden.
1169. Alfred Rethel, Zeichner und Maler, wurde 1812 zu Aachengeboren, und mit entschiedenem Talentebegabt, begann er seine Studien auf derAkademie in Düsseldorf, welcher et auch^ II & 7~p' \ o seine Ausbildung verdankt. Rethel grün-•/ v Q ./TL ü> J) deto schon als Jüngling von zwanzigiiren einen bedeutenden Ruf, welchen er in der Folge durch viele' r efflicho Bilder in hohem Grade rechtfertigte. Wir haben im Künstler-i^xicon XIII. S. 46 mehrere Werke aufgezählt, sowohl Gemälde als^eichnungcn. Einige sind seit dieser Zeit durch den Stich und durchJuo Lithographie in weitem Kreise bekannt geworden. Rethel gehörtü den vorzüglichsten Historikern der modernen Schule, auf deren Boden