AR. Nr. 1162. 505
nahm dann in gleicher Eigenschaft die Leitung der neu organisirtenKunstschule. Seine Zeit war also zwischen dem Unterrichte und derPraktischen Ausübung der Kunst gctheilt; Ucindel hatte aber in beiderHinsicht llulim geerndtet. Sein Andenken segnen zahlreiche Schüler,l 'nd darunter solche von grossem Verdienste. Der geistreiche MalerA. Kreling wurde sein Nachfolger im Amte.
A. lteindel bezeichnete mehrere Blätter mit dem Monogramme, aberfast nur in den sehr seltenen Aczdrücken, und in vollendeten Abdrückenv or der Schrift. Wir gehen auf diese Kupfertiche näher ein, um aufdie Folge der Abdrücke aufmerksam zu machen, und um einige Lücken"n Künstler -Lexicon auszufüllen.
1) Das Bildniss des Königs Ludwig I. von Bayern im Krönungs-Ornate nach J. Stieler, Gegenstück zu dem Portraite des Königs Ma-ximilian I. von C. Hess, roy. fol.
I. Aezdruck vor der verzierten Einfassung, mit dem Monogrammedes Stechers und der Jahrzahl 1020 unten in der Mitte des Randes,und ohne weitere Schrift. Die Abdrücke dieser Art sind äusserstselten, und können zur Probe gefertiget, nur als Curiosiläten be-trachtet werden.— Der erste, vollendete Druck ist nun folgender:
II. Mit unausgcfülltcr Titelschrift, vor den Namen der Künstler unddes Druckers, auch vor der Adresse. Tm Unterrande ist das Mono-gramm Reindcl's mit der Jahrzabl 1034. Sehr seltener Abdruck.
III. Mit unausgcfülltcr Titclschrift, mit dem Namen des Druckers, undmit der Adresse des Verlegers. Die Dodieation an die Kaiserinvon Ocsterreich ist mittelst einer besonderen Platte beigedruckt.Exemplare dieser Art gehören zu den ausgewähltes. Das Mono-gramm wurde weggenommen, und der Name Ucindol's eingestochen.
2) Das Bildniss des Kupferstechers Heinrich Guttenbcrg, gr. 4. —Ini ersten Drucke ist dieses Blatt mit dem Monogramme bezeichnet,später wurde Schrift eingestochen. Die Aezdrücke sind sehr selten.
3) Christus segnet die Kinder, nach Heinrich Hess für des Grafen«.. Raczynski's Geschichte, der neueren deutschen Kunst gestochen, qu. fol.
I. Seltene Exemplare (Eprcuves d'Artistc) mit dem Monogramme,
und 1037.II. Mit der Schrift, und ohne Monogramm.. 4) Die polnischen Fürsten und Glaubenshelden Miecislaus und Boles-jaus Chrobri, nach den Standbildern von Ch. Rauch. Für A. Raczyns-kl '8 Prachtwerk gestochen, fol.
I. Mit dem Monogramme des Stechers und der Jahrzahl 1040, die
sogenannten Eprcuves d'Artiste, welche selten vorkommen.II. Ohne Monogramm, mit offener und voller Schrift.
5) St. Markus und St. Paulus nach A.Dürer, beide auf Einer PlatteBestochen, gr. fol. — Das Gegenstück bildet das Blatt mit St. Johannesu nd St. Petrus. — Im ersten, sehr seltenen Abdrucke fehlt die verzierteEinfassung. Statt der Schrift ist das Monogramm mit der Jahrzahl 1020c 'nradirt, welches aber später weggenommen wurde. Die wenigen Kxem-P'are mit dem Kiinstlerzeichen sind nur als Probedrucke zu betrachten., 6) Das von Peter Vischor in Erz gegossene Grabmal des hl. Sc-hmus in Nürnberg, 1821 gestochen, gr. fol.
I. Mit dem ersten Monogramme, früher Probedruck.H. Mit angelegter französischer Unterschrift: Mausolee de S. Schuldä Nurcmberg , mit der Dedication an die Kaiserin Maria Feodo-rowna von Kussland, und mit dem Doppeladler. Nur in geringerAnzahl gedruckt, und daher sehr selten,jll. Mit angelegter deutscher Schrift, und mit Reindcl's Adresse.i ' • Mit der Adresse von Frauenholz, und mit voller Schrift.