504 AQ-AR. Nr. 1160-1162.
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1160. Artus ttuellinus, Bildhauer von Antwerpen, stammt aus einer/\(\ Familie, welche sich Quellinck nannte, und mch-
.f £*\c m rere achtbare Künstler zählte. Im Jahre 1609 gc-__ r _ boren, scheint er von einem derselben den erstenIJ\y. kil. Unterricht genossen zu haben, schloss sich aber■p später in Italien an F. du Quesnoy (Fiamingho) an,
-* • und wurde, zwischen 1640 und 1644 als freier Meister
Mitglied der Akademie in Amsterdam. Er fertigte meisterhafte Büsten,Statuen und Basreliefs, deren auch in das Ausland gingen. Berühmt sindseine Sculpturen am Rathhauso in Amsterdam, welche durch die Ab-bildungen In folgendem Werke, bekannt sind: Architecturc, peinture etsrulplure de la maiton de ville d'Amstcrdam &c. Amsterdam 1655, 1719»fol. Die 109 Kupfertafeln sind grösstenteils von Hubort Qucllinnsradirt, und auf mehreren Blättern stehen die Initialen des Namens, wieauf solchen mit Ornamenten, und auf einem grösseren Blatte mit demUrtheile des Salomon. Auch Sculpturen sollen mit AQ. bezeichnet seyn-A. Quellinui starb zu Antwerpen 1668. Sein gleichnamiger Sohnwurde 1651 freier Meister. Der erwähnte Heinrich Quollinus, der äl-tere Sohn, erlangte 1641 das Meisterrecht.
1161. Arnout van Haien ans Amsterdam latiuisirto zuweilen seinenA/iuila fon-it Namen, indem Haien eine Fischgattung, den See-siquuu /etil. acllcr i, c ,i ( , uto t. Er zeichnete und malte Bildnisse,
Alt Ulla SCulnsit n " c ' '°S tc i° no Sammlung von Portraiten von Dich-" 1 ' tern an, welche unter dem Titel: „Pan poiilicon
Batavum" bekannt ist. Sic war im Besitze der Dichter-Genossenschaft„Kunst wordt door arheid verkregen" in Leyden, und van Haien 11*"forte 200 Bildnisse nebst einigen allegorischen Darstellungen auf Dichterdes Vaterlandes. Er stach auch mehrere Bildnisse in schwarzer Manier-Jenes des Lambert Bidloo ist schreibend dargestellt, und man liest aiudem Papiere : Pan Poelkon Batavum. Daraus erhellet, dass das Portrai'für die Dichters-Genootschap gemalt wurde. Es hat die Bezeichnung:A. van Haien pinx. et fecit. Das Bildniss des Kunstfreundes Jan Bietervan Zomcr, welcher im Sessel sitzt, ebenfalls von van Haien geschabt,hat die Aufschrift: Tit Somer dien gy ziet hier afgebeeld naar t'le.ven «<«•>und unten steht: A. van Blommen pinx. Aquila fec. II. 8 Z. 6 Ij-Br. 6 Z. 5 Ii. Nach Rembrandt hatte van Haien das Bildniss des Jcre-mias Dekker geschabt. Dieser Dichter erscheint in einem Ovale, ffjj"unten beloben ihn vier Verse. An Rcmbrandt's Namen schlicsst sich-Aquila sculp.iii. H. 7 Z. Br. 5 Z. Es finden sich noch verschiedeneandere Portraito von diesem Meister, welche aber seinen Familiennamen(ragen. Ein vollständiges Verzeiehniss der Blätter van Halen's findetsich nicht. Einige nennt Graf L. de Labordc in der flistoire de la gf}'vure en moniere noire p. 168, andere zählt R. Weigel im ersten Bandeseiner reichhaltigen Kunstkataloge auf. Zu seinen schönsten gehörenausser den obigen die Bildnisse des Jan van Huysum, Isaak Moucheron'Gerhard de Lairesse u. a. Letzteres Blatt werden wir unter .4. «• "'erwähnen. Auch sein eigenes Bildniss hat er gestochen. Oval m 1Einfassung. H. 9 Z. 4 L. Br. 6 Z. 5 L. A. van Haien starb 1732.
1162. Albert Christoph Reindel, Zeichner und Kupferstecher, gf>-A-pr- zu Nürnberg 1784, gest. 1852. Ueber diesen ^
JHj. rühmten Meister haben wir im Künstler-Lcxico'18*9- XU. S. 389 ausführliche Nachrichten gegeben,«' 1 "
Mh* dabei 61 Blätter verzeichnet, womit aber das ^ e r *4-» , VRV uocll n j cnt vollständig ist. Reindel war von 181*bis 1819 Direktor der alten Maler - Akademie in Nürnberg, und über-