AF. Nr. 510 — 511. 263
3) Die Belagerung von Niza durch Kaiser Carl V. Links untendas Zeichen mit 1. r )Mi, gr. qu. fol.— Dieses Blatt kennt Bartsch nicht.
4) [B. No. 21.] Mars und Venus, angeblich nach Parmigiano's Zeich-nung. Links oben das Monogramm. TT. 10 Z. 2 L. Br. 7 Z. 5 L.
5) [B. No. 27.] Mars und Venus in Umarmung auf dem Bette,während Vulcan schmiedet: Franc. I'arm. In Links am Fenster dasZeichen mit (0*3. IT. 8 Z. 5 L. Br. 12 Z. 9 L. — Diese Vorstel-lung wurde anstössig befunden, und daher Hess Salamanca die Gruppeausschleifen, und durch eine schlafende Venus ersetzen.
6) [B. No. 29.] Die neun Töchter des Pierus auf dem Parnass,Gruppe aus einem grösseren Blatte, dessen wir No. 498 unter der Ab-breviatur des Namens No. 15 im Verzeichnisse erwähnt haben. Linksunten das Zeichen. II. 4 Z. 10 L. Br. 7 Z. 1 L.
7) [B. No. 39.] Die Alte mit der Spindel im Zimmer. Franc. Parm.inventor. Rechts unten das Zeichen auf einem Täfelchen. H. 7 Z.9 h. Br. 5 Z. 6 L.
8) [B. No. 420—433.] Die antiken Vasen. II. 9 Z. 5 L. — 10 Z." r - 7 Z. — 7 Z. 5 L. Nach Bartsch besteht die Folge der Vasen aus'4 Blättern, es finden sich aber deren wenigstens 21 vor. Der ge-nannte Schriftsteller bemerkt auch, dass jedes Blatt ein Täfelchen mitdem Monogramme, und bis auf zwei Stiche folgende Inschrift trage :«OMAK AB ANTIQUO REPERTUM M. D. XXXXIII. Auf zwei Blät-tern steht indessen das Zeichen des Künstlers nicht, nämlich auf B.jy°. 420 und 423. Das erste Blatt, welches eine Vase mit einem nach''nks schreitenden Löwen vorstellt, hat auch eine andere Inschrift:«C ROMAE ANTIQUI SCULPTORES EX AERE ET MARMORE*ACIKBANT. Dieses Blatt, und jenes No. 428 bei Bartsch, ist Copienach Agostino Veneziano. Letzteres hat dieselbe Inschrift. Im erstenp r ncke haben die Blätter mit den Vasen keine Nummern, und die"'atten sind grösser. Später wurden sie verkleinert und mit den rö-mi schen Zahlen I — XXI versehen.
_5J0. Fingirtes Zeichen? Antonio Fantuzzi soll nach Christ,Monogrammcn-Erklärung S. 89, der Träger dieses Zeichensseyn. Heller, welcher in seinem Monogrammenwerke S. 17dasselbe kleiner, und modificirt gibt, spricht dieses ebenfallsaus, keiner aber kennt ein Blatt mit einem solchen Mono-gramme. Brulliot lässt es wohl init Recht ganz weg, da ihmlc j ein Blatt mit einem derartigen Monogramme vorkam. Wenn sichndessen ein Kunstprodukt mit diesem Zeichen finden sollte, so gehört' 8 dem A. Fantuzzi sicher nicht an. Wir glauben aber, dass esHirt sei.
■ Friedrich Aspruck, oder Adrian de Vries. Das gegebene Zei-chen findet man an der Basis einer Bronzcgruppe, welchevor mehreren Jahren in einem Hause zu Augsburg auf-bewahrt wurde. Brulliot I. No. 314 glaubt, sie dein Gold-schmied und Kupferstecher Franz Aspruck zuschreibenzu dürfen, da dieser nach Stetten's Versicherung Bild-lßnQ '" iirmyA ' Ull d Silber gegossen haben soll. Aspruck war um^y* thätig, und in diese Zeit fällt auch die Bronzegruppe. Diesesfol * St a ^ cr von e * nrm Meister, welcher der Richtung des B. Sprangeralt ' Wan rend Aspruck's Kupferstiche theils die Nachwirkung der. eren deutschen Schule kundgeben. Wir glauben daher, dass dasde 0 v^ ramm »-Adrian Fribius" bedeute, und somit das Werk von Adrian, Vries herrühre. Dieser Meister hielt sich einige Jahre in Augs-r K auf, und fertigte daselbst 1596 die Erzstatuen der beiden grossen
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