Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
264
Einzelbild herunterladen
 

264 AF. Nr. 512 — 514.

Brunnen in der Maximilians - Strasse, über welche wir im Künstler-Lexicon XXI. S. 10 Nachricht gegeben haben.

512. Francesco Amato, oder ein unbekannter Künstler, wel-yrjrw eher im 17..lahihunderte in Italien lebte. Das erste Zeichen gibtJpA'narBrulliot I. No. 312, und schreibt es einem italienischen Meister■"• JLkVzu, wc icher in der Weise des Battista Pittoni in Kupfer ra-dirte. Brulliot beschreibt ein Blatt mit der Ansicht von Uom und desPlatzes, auf welchem die Trajanische Säule steht. Links siebt manRuinen eines Tempels mit einem Sarkophag, rechts steht ein Baum,und in der Mitte kommt der Hirt mit der llecrdc vom Hügel herab.Das Zeichen ist unten in der Mitte nach links an einem Säuionstücke.Rund, Durchmesser 12 Z. 9 L.

Das zweite Monogramm fanden wir auf einer landschaftlichen Ra-dirung, welche ebenfalls an Italien erinnert. Im Mittelgrunde siehtman eine Mühle, und ein Mann treibt den Esel über die Brücke.Links nach dem Vorgrunde in der Nähe zweier Bäume führt ein an-derer Mann den Esel, auf welchem eine Frau mit dem Kinde sitzt.Sollte darunter die heilige Familie zu verstehen seyn, so ist sie wenig-stens sehr barrok aufgefasst. p]s finden sich indessen von diesemMeister noch andere Landschaften mit biblischer Staffage, welche nichtedler behandelt ist. Ohne Bezeichnung ist ein Blatt mit dem jungenTobias, und ein solches mit der Flucht der hl. Familie in Acgypten.Auch Ansichten römischer Ruinen und anderer Gegenden Italiens hattedieser Meister radirt, aber unbezeichnet gelassen. Nur auf wenigenBlättern stellen die Buchstaben FA verkehrt. Die Radirung mit demzweiten Zeichen ist 8 Z. 3 L. hoch, und 11 Z. 4 L. breit.

Wir glauben, dass diese Blätter von Francesco Amato herrühren.Kr arbeitete in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, und, wie manangibt, nicht mit gar sicherer Hand. Es gebrach ihm auch an derRichtigkeit der Zeichnung, so wie wir in ihm überhaupt nur einenDilettanten annehmen müssen. Dieselben Fehler haben auch die er-wähnten Blätter, welche in etwas an Biscaino erinnern. Von den ihmzugeschriebenen Radirungen nannten wir im Künstler- Lexicon I. 95.eine hl. Familie, Joseph mit dem Kinde zwischen zwei Säulen in einerLandschaft, St. Ilioronymus in der Grotte, St. Christoph mit dem Jesus-kinde, und den verschwenderischen Sohn. Auf dieses Blatt machtBartsch P. gr. XXI. p, 179 im Artikel des Bartolomco Biscaino auf-merksam. Kinos der schönsten Blätter Amato's, Weichet Bartsch nichtbeschreibt, stellt die Ruhe der hl. Kamilie auf der Flucht nach Aegyp-len dar. Die Gruppe ist links unter einem Baume, von welchem dasKind einen Zweig erfasst. II. 6 Z. 3 L. Br. 8 Z. 5 L.

513. Unbekannter Kunstverleger. Brulliot I. No. 313 fand sein^"■■"l Zeichen auf einem radirten Blatte, welches im 17. Jahr-/___1 hunderte von einem italienischen Meister bearbeitet

/ T"" \ 0 ,. wurde. Ks stellt den Heiland am Kreuze zwischen_/ £ JL. t X . d on Mördern dar, wie ihm ein Soldat zu Pferde dieSeite durchbohrt. Rechts liegt Maria ohnmächtig in den Armen derFrauen, und im Vorgrundc loosen die Soldaten um die Kleider desHerrn. Links unten ist das Zeichen. IT. 13 Z. 11 L. Br. 10 Z.

514. Anton Falger, Maler und Lithograph, geb. zu Elbigenalb im

* y t * Lechthale 1791, machte seine Studien in München, und verlebte3t" v daselbt mehrere Jahre. Auf seinen früheren Blättern findet ma ndas gegebene Zeichen, Ruf anderen das Monogram AF in Cursivbuch-staben. Unter seinen schönen Steingravirungen erwähnen wir jene in