AD. Nr. 363 — 365. 219
und der Formsohneider, dessen Holler erwähnt, ist wohl Kino Personmit dem Meister AI), welcher'die Krönung der hl. Jungfrau auf demHalbmonde für M. Luther's Psalmen von 1521 geschnitten hat.
Hinsichtlich des Meisters Antony bemerken wir noch, dass imBuche der Zunft zum Himmel in Basel unter dem Jahre 1451 eben-falls ein Maler unter dem Namen Meister Antony vorkomme.
363. Albert Danner, Maler In Rogensburg, durfte der Träger1$. B tt| dieses Zeichens seyn. Man findet es auf einem Kupferstiche
'TfR I mit dem liildnisse des Pastors Rosini, welcher um 1584 Super-Vr\ Intendant in RegenabUrg war. Kr ist in halber Figur mit dem
Buche in den Händen vorgestellt. Im Grunde rechts ist eine Draperie,und links am Sockel der Säule stellt das gegebene Zeichen. Tiefer ander Brüstung isl die Jnhrzahl i&Q4 in richtiger Lage eingestochen.Im unteren Rande steht: hhvhhrmii viri baiitoi.omri komm pastokis
ET SUPRMNTKNDENTIS RATISIIONNRNSI.S VRRA RFFKiCRS AN. ARTAT. LXV.
H. 6 Z. Br. 4 Z. 6 L. Dieses Blatt ist fein gestochen, und orinnerlin einiger Hinsicht an Mathias Zündt. Das Monogramm ist verkehrteingestochen, und somit muss man AI) lesen. Albert Danner malte von1580 an in Rogensburg Bildnisse und historische Vorstellungen, unddaher könnte sich das Zeichen auf diesen Meister, nicht auf den Stecherbeziehen. Brulliot f. No. 240 verfiel auf jenen unerwiesenen Johannvon Adam, welchem Zani, Knc. mct. II. 2. p. 223, die Copic vonA. Dürer's Adam und Kva (B. No. 1) anschreibt Auf der Tafel stehtnämlich: Albertus Dürer inuentor Joannes van. Der Copist müsste nunden Geschlechtsnamen in der Figur des Adam sich gedacht haben, waswir dahingestellt seyn bissen, da Zani seiner Phantasie zu weiten Spiel-raum Hess. Vgl. No. 355.
364. Unbekannter Kupferstecher, welcher wahrscheinlich in dert^-, ^ zweiten Hälfte des 16. Jahrhundorts in Deutschland lebte.
k I ~i 31 Kr ist zu den sogenannten Kleinmeistern zu zählen, und\J*-'/-sV wird wahrscheinlich noch lange anonym bleiben müssen.
1) Kin Ritter zu Pferd nach links. E& tragt auf dem verziertenHelme als Wappenstück eine Art Bock und einen Kiephauten-Rüssel,hält in der Linken die Lanze, und in der Rechten einen viergetlieiltenSchild mit vier aufsteigenden Löwen. Rechts unten ist d;is zweite Zei-chen, welches Brulliot 1. No. 242 mit der Beschreibung des Blattesgibt. II. 4 Z. 6 L. ISr. 3 Z. 2 L. — Brulliot glaubt, dieses selteneBlatt gehöre zu einer Folge mit Maskeraden.
2) Kin geharnischter Ritter zu Pferd nach rechts. Kr hält in derLinken ein Wappenschild mit vier Löwen, zwei nach rechts, zwei nachlinks gerichtet. Des Ritters Helm hat eine Decke, und zwischen denbeiden Hörnern ist ein Stier. Unten rechts das erste, von Frenze! imCatalog Sternberg II. S. 138 gegebene Zeichen. II. 4 Z. 5 L. Br. 3 Z. 3 L.
3) Ein geharnischter Ritter zu Pferd gegen rechts gewendet. Inder Linken hält er die Lanze, und in der Rechten ein grosses Wappen-schild. Den Helm ziert eine Krone, und aus dieser kommt ein unge-heuerer Zierath. Unten rechts das Zeichen. II. 4 Z. 6 L. Br. 3 Z. 2 L. —Dieses Blatt ist im Catalog Derschau, deutsche Schule S. 54, beschrieben.Das von Brulliot beschriebene Blatt No. 1 dürfte von den anderen ver-schieden seyn, und somit scheint wirklich eine Folge zu bestehen.
365. Alexander Dunker's Verlngszoichen. Man findet es auf einemmodernen Holzschnitte, welcher den Spruch: „Lasset die Kind-lein zu mir kommen", versinnlichet. Das Monogramm stehtroebts gegen unten zwischen der Jahrzabl 11152. Ks bezieht
sich auf den Verleger folgenden Werkes: Biblische Geschichte in Bildern