Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
72
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72 AB. Nr. 159 — 160.

findet man auf den seltenen Radirungen des Meisters, welche nicht inden Peintre graveur aufgenommen sind:

1) Die kleine lleenle. In Mitte der Landschaft ist eine Ziege undein Zicklein, die erstere stehend vom Kücken gesehen, das andereliegend nach links gerichtet Links in einiger Entfernung liegt eineKuli an der Mauer, welche sieh gegen die Mitte des Blattes hinzieht.Gegen rechts steht der Hirt in einen Wamms von Schaatfell gekleidet,und stützt sich auf den Stock. Tili (irunde rechts erheben sich Borge,und unten steht der Name des Meisters, die Buchstaben AB wie No. 2verhunden. IT. 6 Z. 3 L. Br.4 Z. 10 L. — Dieses solir seltene Blatt, wurdehei der Auktion der Sammlung des Grafen Fries in Wien mit 4011. bezahlt.

2) Der durchwadete Bach. Links beim Felsen geht der Hirt mitzwei Ochsen, drei Schaafcn und einer Ziege durch das Wasser. Ihnbegleitet das Weib, welches vom Kücken gesehen ein Bündel trägt.Rechts vorn auf einer Erdzunge steht, der Hund. Im Mittelgründekommt ein Mann und ein Weib auf dem Ksel den Hügel herab, undhintendrein folgt die aus einer Kuh und vier Schauten bestehende Heerde.In Mitte des Hintergrundes erhebt, sieli ein hoher Berg, und rechtsvorn steht der Name, wie oben gegeben. II. 8 Z. (i L. Br. 11 Z. —-Nach R. Weigel (Kunstkatalog No. 12,038) ist dicss das bedeutendsteBlatt des Meisters, welches er im fünfzehnten Jahre gearbeitet hat.Es ist in Berghem's und Romeyn's Manier behandelt. Weigel machtzuerst auf dasselbe aufmerksam, und hält es für ein TInicum.

3) Landschaft mit einer Schmiede, sehr seltenes Blatt, welches im('atalog Robert-Dumesnil p. 10 ohne Massangabe erwähnt wird.

159. Unbekannter Meister. Sein Zeichen schreibt ürulliot, I. No. 87zD c herkömmlicher Weise dem Abraham Casombrodt zu, und Heller,

y& J • Monogr.-Lex. S. 5, fügt bei, dass auch ein Maler, Namen!Brinhauser, desselben sich bedient habe. Wir fanden dieses Mono-gramm auf einer seltenen und schönen lindirung, welche ein Segel-schiff, und links Christus auf den Wogen des Meeres vorstellt. DerVerfertiger ist weder A. Casembrodt, noch Abraham Blooteling, amwenigsten aber ein obscuror A. Brinhauser. Diu' Meister All scheintmit dem Träger des folgenden Zeichens Line Person zu seyu.

160. Arnold Blom, oder ein unbekannter Maler ans der ersten__• Hälfte des 17. Jahrhunderts. Sein Zeichen legt man

JU. JD £ gewöhnlich dem Marinemaler Abraham Casombrodt<-£*' ' ■/*-> J ' oder Kaoscinhrodt bei, allein die Blätter, mit welche»sie vorkommen, stimmen nicht, mit, Casembrodt's Radirungen. Letzterergab eine Folge von 18 Ansichten sieilianise.her Seehäfen heraus, unterdorn Titel : Urbis Messinae cjiisdomquo maris portiium et navium pro-spectus. Abramo Casenibrot del. et ine, qu. 4, und kl. qu. 4. Aufdiesen Blättern steht theils der Name: Abramo, theils Abramo C. in.et fecit. Auch die Abbreviatur Abr. in. et f., oder noch kürzer A. b. C.1findet man auf solchen Radirungen. Kein Blatt ist mit obigem Zeichenversehen. Wir rermnthen daher unter diesen Monogrammen i\n\ Ma-rinemaler Arn. Blom, welcher zu Anfang des 17. Jahrhunderts thatifwar. Wir kennen ein stark radirt.es seltenes Blatt von diesem Meister,welches die Seeschlacht der Engländer und Holländer am Flusse Millionvorstellt. Links oben steht: Disegno dell'ingresso Ilabrueeia &c, undnuten links: Arn. Blom del. et fec., qu. fol. Auch die Blätter mitobigem Zeichen sind geistreich, mit starker Nadel radirl, und kräftiggeätzt, weichen aber doch in Ftwas von dem Blatte des A. Blom ab.Frenzel, Catalog Sternberg III. 3137-38, schreibt dem Meiste*mit dem ersten Zeichen vier Blätter zu, darunter sind aber jene No. 313*