AB. Nr. 161 — 163. 73
v on dem Monogrammistcn AH, welcher irrig Abraham Rlooteling ge-nannt wird. Dieser Meister bediente sich nicht allein der verschlungenenBuchstaben AB, sondern Fügte noch ein k von ungewöhnlicher Formhei, weichet bei oberflAohlicher Betrachtung für te. genommen werdenkann. Dieses Zeichen ist in allen Mcmogramme&wenEen unrichtig ge-geben. Wir kommen anter AB. k. darauf zurück, und bemerken hiern W, dass auch dieses Monogramm dem Cascmbrodt nicht augehöre.
1) Bin Segelsehifi auf offener See nach links schwankend, wo einWallfisch Wasser speit. In der Ferne links sieht man ein anderesSchiff mit Segeln, und rechts ein grosses Boot. Am Horizont zeigtsich Küstenland, und gegen rechts eine Stadt. Links unten in der^cke das erste Zeichen. H. 4 Z. 9 h. Br. 6 Z. 6 L.
2) Marine mit einer grossen Barke, deren Segel von Schifferneingezogen werden. Links geht Christus auf dem Wasser nach demschiffe zu , und rechts in der Ferne bemerkt man mehrere Fahrzeuge.' J inks unten in der Kcke steht das zweite Zeichen. H. 4 Z. 9 L.Br. 6 Z. 7 L.
Bas erste dieser seltenen, geistreich und kräftig radirten Blätterbeschreibt Brulliot I. No. 115, und das zweite Zeichen gibt er 1. c. No. 87,*ber ohne das Blatt mit demselben zu nennen. Frcnzel, Catalog Stern-D ergNo. 3137 beschreibt beide, sagt aber, dass das zweite ohne Zeichensei. Es muss daher Abdrücke ohne und mit dem Zeichen geben. WirKennen einen solchen mit dem Monogramme. Beide Blätter sind bei"er Ungleichheit der Namenszeichen doch sicher von einer und der-selben Hand.
161. Andreas Bretschneider, churfürstlich sächsischer Hofmaler
s~-\ und Kadirer, fand oben unter No. 134 eine ausführliche
Jb, /LS Stelle, so dass wir hier nur nachträglich ein abweichendes
i - — /D Zeichen geben, da man es nach dem herrschenden Sy-steme unter dem gothischen Buchstaben A nicht suchen wird. Mann "tlet dieses Monogramm anf radirten Blattern in folgenden Werken:H , 1) Septentrio Novantiquiis, Oder die neue Nort-Welt &c. DurchHier. Megiserum. Leipzig 1013, 4. — Die schön radirten Ansichtenund figürlichen Abbildungen sind mit dem ersten Zeichen versehen._ 2) Trincir oder Vorlet/abuch &c. von Jakob Procacchi. LeipzigMBCXXIV, 4. Das Titelblatt hat eine Bordüre mit Gegenständen derfauche, und unten sitzenden Herren und Damen an der gedeckten Tafel.jMior dem Gewölbe steht der Name des Künstlers; auf anderen■"lättern das zweite Zeichen. Jene mit Mustern zu Messern gehörenZu den vorzüglichsten.
1Ö2. Unbekannter Maler, welcher wahrscheinlich der französicheuAt Schale angehört. Brulliot I. No. 93 fand das Zeichen mit dem■" Beisätze: fecit I'arisiis 1675, auf einem Aquarollbilde, welchesü(! n reich verzierten Bucentoro und andere Schifte im grossen Canal■* Venedig vorstellt. Der Künstler wird mit dem Monogrammistcn■** No. 156 wohl nicht Eine Person seyn, da dieser 1675 kaum mehr^lebt hat.
'3. A. von Boddlen und Adolph Schrödter bearbeiteten in denTagen des Frankfurter Parlaments ein^~ humoristisches Werkchen unter dem Titel:
I /f\L k Thaten und Meinungen des Herrn Piep-
'%*% ^££c^/\_} rneyer, Abgeordneten zur constituirondeuNationalversammlung zu Frankfurt am.. Hefte, bei C. Jugel in Frankfurt a. M. Auf dem Umschlagel eht das Monogramm A v B mit dem vorausgehenden Worte „von".