Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
71
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AB. Nr. 156—-158. 71

156. Unbekannter Zeichner, oder Kupferstecher, welcher zu An-a. , fang des 17. Jahrhunderts lebte. Das Zeichen gehört vielleicht

jlX> TQy dorn Abraham Bosse an; in diesem Falle müsste aber das•* Blatt mit demselben zu Bosse's Erstlingen gezählt werden.Aach der Verschiedenheit seiner späteren Arbeiten möchten wir aber'''"'i' auf einen anderen, unbekannten Meister schliessen.

Le Theatre de Tabarin. Der Marktschreiber steht auf seiner höl-«srnen Bühne, und perorfrt vor dem zahlreichen Publikum, Links siebtman einen Possenreisser, und hinter dem Redner einige Musikanten.lieber diesen hängt eine beeile Tafel mit acht Versen:Le munde uost quo Iromperie,

Messieurs , Dien unus limine bou An.Dieses Blatt ist tehl geistreich angeordnet, und wohl von einemMaler coinponirt, welcher nicht in gleichem Maasso dos Stichels Meisterw ar. ii. g /. fcr. 14 y u 3 Ti .

157. Adam von Bartsch, der berühmte Verfasser des Peintre gra-FtriJ- vcul '> '""' Kupferstecher, tritt hier nur vorläufig auf. dn

' sein gewöhnliche! Monogramm aus den Cursivbuehstaben*Bch besteht, wie es unter No. 177 gegeben ist. Das obige ZeichenS? IIUin il "' ''''"' v "" Friedrich von Bartsch beschriebenes radirtenWattchen No. 11, welches F. Zedier in Wien als Bibliothek-Vignette'"'nützte, so dass es nur in den ISüchern desselben vorkommt. Bartsch

""hm ei ..... 1 Stich von .Jakob Srhiuiitzor zum Vorhilde, brachte aber

*eränderungen an. Im Schmutzer'schen Blatt halt der Genius einen™erkurstab, Bartsch gab ihm aber ein geöffnetes Buch in die Linke.

*JJj dem am Hoden liegenden Papiere stellt, der Name : F. zeiller.«Chmutzer stach die Worte ein : Sic nomina, vivunt. Die hei Schmutzervollständig sichtbaren Bücher zeigen sieh in der Bartsch'schon Vignetteni 'i'theilweise. Das Monogramm ist auf letzterer eingestochen, Schmutzerjjjchnete unten in Nadelsschrift: Vin.Fant) inv: ctdcl: .1. Schmutzer Sc.**• 4 Z. 1 L. Br. 4 Z. 8 L. Die Vignette des A. Bartsch ist selten,( lft sie nur in die Bücher eingeklebt wurde. Man wird sie diesemKünstler wohl nicht zusehreiben, da, das Monogramm für Bartsch uu-WWöhnlich, und noch nicht edirt ist.

158. Abraham Begeyn, oder Begijn, Maler und liadirer, wurde^ß ^ ^,1650 K'oboren. Sein Meister ist unbekannt, aus seinen

./ J) l xj/^S schönen und heiteren Landschaften mit Vieh geht

T ' aber hervor, dass er die Werke des N. Berghcm und

rp\ die Natur fleissig studirf hatte. Im Jahre 1690 er-

*^&tqt<yn. r uftnUte ihn der Churtiirst von Brandenburg zum Hof-

/L* J' maier. Er zeichnete in dieser Eigenschaft die chur-

/üo5'' fürstlichen Schlosser und Residenzen, sowie viele

Jjdere malerische Ansichten. Diese Zeichnungen dienten ilim auch zu

S^tiven bei der Ausmalung von Sälen und Gallerien. Andere Werke

jtonterliess er im Haag, wo seine Saal- und Cabinetsgemäldo grossen

"Wall fanden. Die Landschaften mit Figuren und Thleren sind sei-

''"■ so wie dio Tuschzeichnungen dieses Meisters. Kr starb um 1692.Das erste der obigen Zeichen fanden wir auf einem Meinen Ge-mälde, welches eine eiieno Landschaft mit, etlichen Bäumen vorstellt,?'' w ie einen Hirten bei zwei Kühen und einem Schaafe. In der Be-

,.....ilnng erinnert es auffallend an N. Berghem. In der Gallerte des

*• Museums in Berlin ist ebenfalls eine ähnliche kleine Landschaft,*Wche aber ein aus BG. gebildetes Monogramm trägt.

l'as zweite Zeichen, und jenes, welches sich an den Namen schliesst,

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