Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
70
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70 AB. Nr. 154 - 155.

und zuweilen A. B. in. auf dieselben gesetzt. Von Clark haben wirein schönes Blatt, welches Diana und Endymion vorstellt, gr. qu. fol.

Bartsch, P. gr. XXI. p. 293, beschreibt von Balestra vier geistreichradirte Blätter, scheint aber von No. 2 nur den Abdruck vor der Schrittvor sich gehabt zu haben. Dieses schöne Blatt stellt die Madonna mitdein Kinde und dem kleinen Jobannes dar, und hat unten die Bartschunbekannte Inschrift: Mater pukhrae DUectionis. Heineckc fügt an-seheinlich ein dem Verfasser des l'eintrc graveur unbekanntes Blattbei, welches nach seiner Angabe die Madonna mit denn Kinde und Jo-hannes vorstellt, welcher dem kleinen Jesus eine Peitsche reichen soll.Heineckc nahm nämlich das Kreuz mit der Schriftrolle, welches dasKind hält, für eine Peitsche. Dieses Blatt trägt den Namen des Künst-lers mit der Jahrzahl 1702, und darf nicht mit einer anderen Darstell-ung der Madonna, mit dem Kinde und Johannes von demselben Jahreverwechselt werden. Die Form ist das Oval, und unten steht: Düectuimeus mihi et ego Uli. II. 5 Z. 10 L. Br. 4 Z. 5 L.

Folgende seltene Blätter mit Monogrammen sind im Peintre gra-veur nicht beschrieben:

1) fliehcl Süll Miclicli Hello (Arehitetto) Vcioncse. Das Brustbildist im Medaillon an einem Monumente mit einem Genius und einerweiblichen Figur, welche das Winkelmaass hält. Links auf dem Bodenist das dritte Zeichen. Tl. 9 Z. Br. (I Z. 2 L.

2) Der Genius der Geometrie misst mit dem Zirkel ein Dreieck.Links auf der Knie (bis zweite Monogramm. II. u. Br. 2 Z. 6 L.

3) Der Capitalbnchstabo 0, worin eine sitzende weibliche Figurmit dem Buche dargestellt ist. Im Buche steht, da,s erste Zeichen, undoben in einer Glorie MA verschlungen. II. 2 Z. 1 L. Br. 2 Z.

Das erste Monogramm findet man auch auf dem Blatte mit, sechsKöpfen von Männern, und einem Pferdokopfe, B. 4.

154. Alexander Nicolaus Beihatte, Zeichner und Formschneider,jjj jrt wurde 1811 zu Paris geboren. Die Zahl seiner Blätter ist

-^**'*^*'sehr bedeutend, sie sind aber in verschiedenen wissenschaft-lichen und belletristischen Werken verthoilt. Die gegebenen Mono-grammen findet man auf Holzschnitten in dem Werke;: Les Francaispeints par eux-memes Sic. Auf anderen Blättern ist das erste Zeichenauch aus doppelten Linien gebildet, und weiss auf schwarz ausgedrücktZu seinen schönsten Schnitten gehören die Illustrationen einer Aus-gabe der Fabeln von Lafontaine, wofür Grandvillc die Zeichnungen ge-liefert hatte. Diess ist auch mit der illustrirten Ausgabe der Heise*des Gnilliver der Kall. <'h. le Blaue, Manuel de l'Amateur I. p. 250,verzeichnet, mehrere andere Werke mit Holzschnitten von Beihatte, gib'aber das Monogramm nicht.

155. Andre Bley, Kunstliebhaber von Lyon, machte sich um 1770/o j- / — 1795 durch radirte Blätter bekannt. Darunter sind einige

/U mt&pr wo ] ( .| lc verschiedene Köpfe und Frauen .jeden Alters vor-stellen, aber selten vorkommen. Ein Blatt mit neun männlichen Köpfe*ist, mit dem Monogramme und der Jahrzahl 1773. 2. bezeichnet, 4.Nach Zeichnungen von Nnint-Noii radirte er eine Folge von 12 Blattet*!mit Vasen und Mustern für Silhcrschmiedo. Das Monogramm ttMSculp. 1793. steht, rechts unten, qu. 8. u. 4.

Brulliot I. No. 82 fand dieses Zeichen auf einen unbekannte*Aubonr gedeutet, wir glauben aber nicht, dass die Musterblätter MGold- und Silberarbeitcr von einem anderen Künstler herrühren, al» •die Blätter mit den Köpfen.