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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
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588
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8. Jan.1483

588 Der Einritt des Bischofs Johannes von Dalberg in Worms.

statt buch 1 geschriben, als ein bischoff nach altem herkommen pflegt zusweren, so er erst in den rate gcet etc. 2 und auch wie er rate und gcrichtbesetzen sol und daruff hat er nach altem herkommen rate und gericht be-satzt und an der Stegen der rate thun uszsagen.5 Item als dem bischoff die confirmatz von Rome kommen und bestetigt

und in besesze des stiffts kommen und uff den altar gesatzt ist uff Erhardiconfessoris anno etc. 83, hat der rate sin frunde zu ime geschickt ime glucksgewunschet und ime schencken lassen den wync und vor zwen güldenfische, hecht und karpfen, und darby gebetten der statt ein gnediger gunstiger

10 herr zusin als sin furfarn gethan han; wes dann der rate ime widerumbthun solle, wole er und dise gemeyn auch willig sin. Daruff hat der bischoffgedanckt und sich auch fruntlich erbotten etc. 3

[3] Nota. Von der zyt an obgcmelt, als der bischoff postuliert undbestetiget worden, ist er zu vielmalen her inn die stat kommen, wiewole er

15 noch nit ingeryden was als ein bischoff nach altem herkommen, und hat imrate lassen anbringen , das man solichs ungeverlich halt und in gutem ver-stee, dann er wolle doch dem rate nit destemynner thun, was er thun solleund es fruntlich halten. Uff solich fruntlich furhalten und erbietten hat derrate gescheen lassen, das der bischoff vor sinem inryden ist hie gewesen

20 besunder als er von sinem inryden geredt und das angestalt hat. Aberbesser were gewest, man hette ine dausz gelassen bisz zum inryden undbisz man aller sach mit ime vertragen were. Darzuschen hat der rate sinfrunde zu mermalen zu synen gnaden geschickt gehabt allerhande das noitwas mit ime reden lassen, auch der confirmacion halber der statt fryheit etc.

25 Also hat er sich zu aller zyt erbotten, die confirmatz zugeben und alles daswilliglich zuthun das ime gebure und besunder den eydt zu thun und zucttlichen gesprochen: „Ich zele mich von mynen eitern auch einen vonWorms und ich halt billich, was ich uch swere, dann ich swere dussen imfryhen felde, aber ein bischoff zu Spier dut einen gezwungen eydt zwuschen

30 den pforten, das thun ich nit; darumb bin ich es schuldig zuhalten"; und

hat doch damit uffgehalten, das man nit mit ime kondt zu rede kommen

besliszlich mit ime von der confirmatz und des rats eydt zu reden bisz uff

das leste, do er gantz gerust was und sinen costen gethan hatte zu dem

22. Sept. inryden, das er mit willen und rate des rats angestalt hat uff montag nach

35 Mauricii anno domini millesimo quadringentesimo octuagesimo tercio 4 . Also

1 Dieses Stadtbuch ist ». Uli. im Eidbuch St.-A. nr. 23 erlmtten. 2 «■ °-

p. 339, 18 ff'. * s. Zorn p. 191, der aus diesem offiziellen Bericht geschöpft hat.

4 Auf Seite 51 ff. finden sich von anderer Hand Zusätze über diese Verhand-lungen, die ich z. Th. hier wiedergebe: Und als uff eyner zyt des ratsfrunde von inj40 erfurdert sint von dem inryden zu redden und zu im geschickt, hat er ine die zytsyns inrydens geoffenet uff mondag nach Bartholomei und sich erbotten gar W«fruntlichen Worten mit dem rate frolich und gut frunt zusin und daby gobeeten,das der rait im zu eren und gefallen den jhenen so man ordenen werde im har-nasch gegen sinen gnaden zu ryden in des paltzgravon färbe ncmlich rote kleyden,45 als er auch thun woll, daran thu man dem paltzgraven auch guten gefallen; s°woll er eyn liebery oder färbe uszgebben, die werde vast wole stene, das man injdie zuliebe machen und füren woll. Solichs zuthun hat sich der rait vereynet undim zugesagt, wie wole das dem rate swere gewesen auch darnach groszer unwiU