1488. 1489. 569
bleiben und kein parthey die annder darüber ferrer nit dringen noch beswerensollen, in dhein wege, bei Vermeidung unnser und des reichs sweren ungnad, unddarezu ein pene neinlich hundert niarck lottigs goldes zu vermeiden, die ein yeder,so offt er frevenlich hiewider tette, unns in unnser keiserlich camer unableslich zubeczalen verfallen sein sol. Mit urkund diss briefs besigolt mit unserm keiserlichen 5imhangenndem innsigell. Geben zu Innsprugk am einundzwoinezigisten tag^ desmonets märz nach Cristi gepurd vierezehen hundert und im newnundaehezigisten,unnser reiche des Römischen im fünfczigisten, des keiserthumbs im achtund-dreissigistun und des Hungerischen im einunddreissigisten jaronn.
Ad mandatum domini 10
imperatoris proprium.
Auf der Rückseite:Mathias Wurm.
St.-A. W. nr. 586. or. mb. c. siq. pend. Zalilreichc Können, Abgedr. bei Moritz,P- 200. Scliannat II, 251. 15
[27''/ Und als dieselb dcclaracion in den rat bracht warde, da wolten«lieh besonder die Hawszgenossen und ir anbang die dcclaracion nit an-nernmen und sagten, man solt sie in den ofen werffen und verbrennen, esw urdc noch grosser unrait daraus/, entsteen. Darundcr betten sich die Hawsz-genossen beworben bei iren frunden und in solich widersessikeit gestellt 20gegen dem rate, das dem rate gar nit zutlmnd noch wolc muglich was sichder dcclaracion zugebrawehen, man were dann zufrieden und einhellig undlegt man sich an der Hawszgenossen sach und übet die am keyserlichenhoffe, daran lag Adam der schreyber, der dein auszwartet ob dreyssig wochenzu Lyntz, bisz das ein dcclaracion geschacli, als in demselben der Hawsz- 25genossen bandel clerlich geschrieben steet, das sie solten gehorsam sein und'nun als ander burger. Demselben nach ward weither darinn gehandelt und( ''e Hawszgenossen auszkaufft lauth ires Vertrags bei andern freyheiten be-sehrieben *. Und als im 88 2 jare der Hawszgenossen handel geendet wasl| nd damit die keyscrlicb dcclaracion mit fugen herl'ur bracht wurde, so hett 10auch der bischoif weither ingryff gethan in des rats oberkeit des gleydeshalber frefel und fridbruch zu richten appellacion und ander 3 liesz der raterbringen am keyserlichen hoff und erlangt ein ander citatz widder den bischoffund pfaffheit wie hienach steet.
[28] Lyntz den 2. August 1493 citirt der Kaiser den Johannes, Bischof »svon Worms auff freytag vor sant Michelstag am kais. Hof zu erscheinen,nachdem er dem frühem Befehl des Kaisers, von seinen Angriffen auf dieStadt Worms abzulassen nicht nachgekommen, sonder teglieh für und für durchdich widerstanden . . . uns und dem heiligen reich an sollichen unsern ober-keittcn herlicheiten und gerechtikeiten und nemlichen dem gleyde frevel und <o'""idbruchen in der stat und burgbann auch appellacion gerichtzwang, gc-hotten verbotten undergengen in der stadt und au IT dem veld penen pollucyWc ynschenckens und andern newerungen und beswerungen abbruch und ver-letzigung Zl °, thön . . .
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y Münze, s. 0. p. 429, Note 1. * Doch wohl ein Irrtimm, s. Note 1. ■• uer
Ja] Ser mac ^ lt einen grossen Sprung vom Jahr 148i) bin 141)3; über die Ereignisse im■ur wc 14 V0ff. s. Morneweg, l. c. p. ISO ff., der sich auf die offizielle Darstellung im m"orm-ser Archiv, Band nr. 1934 stützt.