540 Tagebuch dos Reinhart Noltz.
höfen kein win schändeten. Käme auch weder könig noch königin dasselbjar von Hernsheim in die höf, Sprüngen auch nit hoch uf dasmal.21.Mai Uf montag nach dem sontag exaudi den 21. mai" quame herin gerillen
hertzog Friederich von Sachsen churfürst und [477] ritten im entgegen Mentz,
s Trier, Pfaltz; der bischof von Colin was denselben tag nit zu Worms, auchviel andere fürsten, grafen und licrron, geistlich und weltlich ritten im' 1 ent-gegen für die statt und mit im herin. Er käme nit prächtiglich, aber alleerbarkeit was siner Zukunft begierig gewesen und fro und sonderlich die vonWorms, nachdem er was ein arbiter oder schiedriehter mit dem von Trier
10 der irrtum zwischen der pfaffheit und der statt Worms. Alsbald schickt derrat [478] sin frunde zu beiden fürsten Trier und Sachsen untertäniglichbittende die Sache der irrtumben sich so förderlichst zu unternemen zu han-deln; das 0 auch beider gnaden also zusagten und auch teten a . Und schriebenvon stund an den beiden auditoribus gen Mcntz angesicht irer schrift zu er-
15 schienen hie zu Worms und die notarien acta und was zum handel dienstlichförderlich mit zupringen. Das also geschähe und von stund an verordnet
a ) Jh. tag. i>) // Si ;„. c) // s , a an .
1 Offenbar Spott. ' Am 3. Januar hatte der liath dem Balthasar Meyhcl
einen Oredentzbrief ausgestellt um mit dem Churfürsten von Sachsen zu verluxndeln.
üu Unterdessen dauerte der Process am Beichskammergericht in Regensburg fort. Am18. März sclwicb der Math an die Pfarrer der Pfarrkirchen mit dem Begehr: uff annun-ciationis Marie in unser 1. f'rawen stifft zu lobe ere und dinst dem almechtigen gotund syner auszerwelten rautter der jungkfrawen Marie ein erlich loblich ampt mitsingen lesen und predigen volbringen zu lassen mit sampt ewern capellanen und
25 den andechtigen brudern der 4 mendicanten orden. Die Pfarrer antworteten am23. März zusagend, dass wie in vergangenen Jälwen dye andechtigen bruder in irnclöstern blyben. Band nr. 11)28. Am 29. März schrieb sodann der Bischof an MartinStahelin pfarrer s. Johanspf'arrkirehen, aus Laudenberg: Oonden und willigen wir,das ir zusampt den andern pfarherren altaristen und cappellanen der pfarrkirchen
3ü in der statt Worms und deszglychen den . . . dechant capittel und geistlichen per-sonen des stiffts zu Nuhusen in gepurlichen habitten gestalt eyner löblichen pro-cession wirdiglichen geschickt uft ytz kunft'tigon mittwoch in den ostern das h.wirdig sacrament unsers herrn Cristi fronlychams in otfentlicher monstrantz er-lichen mit andechtiger nachvolgung des volcks mann und fraulichen porsonen der
35 statt Worms usser unserm domstiff't in unser 1. f'rawen stifft daselbs zu Worms 1 'tragen mögen, doch das herinn ob eynich persone so in bann und benntlicheninterdicieret weren, uszgeslossen syn. Band nr. 1939. Die Pfaffheit wünschte, dasswährend des Reichstages ihnen vergünstigt werde, dass die gekauften, und den Gästengeschenkten Weine unversteuert blieben. Der Math gewährte es mit (kr Klausel, °"
40 imant ausz euch geest in teglichom cost halten würd, das derselb noch billicherachtung seins selbs gewissens uns das gepurlich ungelt davon werden lasz und be-zalo. Die Pfaffen waren damit nicht zufrieden und machten geltend: In ansehunf,'das fürsten graven prelaten und herrn uff diszem reichstag hie seint, die kW»*schafft zu dhoinherren und andern von der pfaffheit haben und zu zeitten noch ei"
45 gutten trunck schicken oder von inen damit verert werden, so dann der weyn denFürsten und herren schmackt, schicken sie allen imbs mit groszen fleschen; dar-nach sol nun denselbigen der wein abgeschlagen werden mit entdeckung der ur "sach! Das würde zu Beschwerden führen. Deszgleichen zum andern, so einer vonder pfaffheit j^esto in taglicher kost halten würd, das derselbig solt ungelt von dem
so wein, der uffgieng, beulen, darausz abennols volgen, das kein geistlicher keinengast uffnemen würd. Darauf bewilligt der Bath, dass den Gästen während desIteiclistages Wein gegelxn werde, doch das ir und ein ider solich wein by ewerrngewissen antzeygct und uns das gepurlich ungelt davon reichet und gehont. Ä*"*nr. 1928.