Druckschrift 
Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
Seite
381
Einzelbild herunterladen
 

1494. 381

einem dieser statt rats frunde wieder hinusz zu der kon. mayestat gerufenuntertenige erpietung mit dancksagung der kon. mayestat solches gnedigenannemens und von der kon. mayestat durch sinen redner herwieder gunstgnad handhabung und alle gnedige erpietung verkündet.

Damit schied die kon. mayestat ab vom husz und sassen et[4lß\che •domherren, die dem konig nachgefolgt betten, und sagten, wie diese huldigungdem stift und dem bischof unleidlich were, mit viel Wechselworten; was docheiner unter inen, ein gelerter und gelobter, der zit domdechant', sagt jenengesellen ongeferlich diese meinung: „Gehet hin, dort sitzet er am finster (die kon.niayestat bedeutende) und heiszt noch eine huldigung machen euers gefallens." 10

Und nachdem die kon. mayestat handel verfaszt und beide teil den abischof, gemeine pfaffheit und [42] einen erbaren rat citirt und vorgeforderthat, etzlicher gebrechen Verletzung und abbrach halber, so der obgeschribenbischof gegen dem rat und gemeiner statt vorgenommen hat, deshalb wirauch von rats wegen zu Wien in Ostreich gewesen waren, als du im ltnächst vergangenen jar klärlich beschrieben findest 2 , und nachdem von beidenteil«] ernstlich bi der kon. mayestat gearbeitet ward uf gnedig Verhandlungu nd ustrag solcher gebrechen, begäbe sich dieser bescheid vom hof, daszzwene herbe zettul gemacht worden, darinne beiden teilen f43j befohlen ward,still zu stehen bisz uf wiederzukunft der kon. mayestat in diese oberlanden, 20JD den handel, so durch die kaiserliche mayestat loblicher gedechtnus undjetzt durch die kon. mayestat in iren citation und ladbriefen begriffen vor-genommen were 3 ; solcher entscheid und zettel ward von beiden teilen an-genommen und doch bi dem bischof geferlich; dan dieselb nacht, als diek °n. mayestat was abgeritten 4 , reist im der bischof bi nacht nach und er- 2.1ai, get ein mandat, dasz man in sines gebruchs und alten herkommens nitentwere noch ent/"-«/setzen solt 5 . Und liesz solch mandat glich des anderna ges durch sinen notarium Erlewin b mit zugen den burgermeistern undr atsfrunden uf der newen Möntz mit grosser solemnität verkünden, damitein rat grosz und hohe beschwerd was und etliche unerfaren gantz erschreckt 0 , 30an es was der kon. declaration und auch dem kon. abschied gantz on-gemesz, dadurch ein rat bewegt ward und fertigt abe Adam den stattschrieberund mich Reinhard Noltzen der kon. mayestat nach bisz gen Mastricht 6 allenllsz anzukeren [45] und solche mandata kraftlosz zu machen und nider-zulegen, als wir auch daten und erlangten ein mandat von der kon. mayestat, Hdasz durch solch usgangen mandat zu Mentz zu vorteil des bischofs der°n. mayestat der will oder meinung nit gewest were oder noch einigenbruch zu tu en der Verhandlung, so sin herr und vatter, unser allergnedigster

sei -u ***' der ' '') ,ls - Ar,e,,Iln ) aber "■ Acta Worm. Ifol. 31. c ) II». ynt-

j 9 „ ' Georg von Gemmingen. 2 s. o. p. 373 ff. • 8. St.-A.W. Band nr.

Ai f\ 1 ™ z ' vom 10 - J un i; das Original im Band nr. 1921. * Nach Stalin,

H'nthüUortc l. c, war Max am 18. Juni in Mainz. 5 Mandat Maximilians

ver '•; 4 r,1,i '"*■ c,mrL °- •V' im l w - laem flt -' Ä - W - li(md ,V - L " • Der K,in 'S

(jJ"t. ," w » W. Im 29. Juli' in Mostrich s. Stalin l. c. f. 363. Am 3h Juli schrieb v<v<rl -}" l 'y von Mosaich aus, worin er den angesetzten Tag vcrschielit und. dem Rothnetet gegen den Bisclwf und die Pfaffheil Neuerungen vorzunehmen, St.-A. W. nr. 1921.