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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
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355
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Memorial über das Kriegswesen. 355

Item Nukastell l heist ein stat, lyt an Schotlant, dieselb stat ist etwaneins konigs von Schotten geweszen und ist nun desz konigs von Englandt.Darumb so hat der konigk von Schotlandt manchen list angeregt, dasz erdie stat wider zu seinen banden mocht bringen.

Auf ein zyt do hatten die Englender derselben taflelen vil gemacht und 5kam der konigk von Schotlandt vor die stat, do doden sie die pforten gegenTen feygenden off und liessent sye [''] mit macht in die stat. Aber da syzu der pforten hin in kamen, da hatten die Englischen derselben taffeienv 'el auf die gasz gespant, ein vor die ander, und neben einander, und warentn "t guten eyssern hacken an einander gehenckt, dasz sye nyemant von ein- 10ander bringen kont. Alsz nu die pfort offen was, do lieffent die fygent hin•n und drungent einander in die taffein und künden nit furtter komen; doworffen die Englischen oben mit steinen von den huszeren in sye undschossent mit hantbogen und mit buchsen in sye, also [21] mancher Schott•tot darin und die übrigen mustent wider umb zu ruck usz der stat wichen. ir>

Item wo man solich taffeien in die gassen spant, do soll man an dieende der taffeien drey oder vier man ordenen, dye dar vor synt, dasz diefrunde darin nit lauffen.

Item solich taffeien weren auch gut in zwingolf und hinder muren, do01 an ein stat ersteygen wolt, wer von der muren herabsprung, der wurde 20m die hechel springen.

Der konigk von Englandt, wan der zu feld lyt, so siecht er derselbentatlelen v 'l umb sein Wagenburg* [ b ]; was dann dar in lauft, dasz muszdann verderben, esz sig pferd, fieg oder lewt, und ist vil ein boszer dinga an fusz ysen, wan die nage] spitz sein und recht gemacht syndt, so geet 25esz einem dorch sein fusz und feit mit dem lib auch darin und kan nyemantuaruber hinkomen; die tofelen liegen dan so vol lewt, dasz ein mensch überd asz ander hinlawff.

Wan man für einer stat lege, so weren die doffelen auch gut in einemstorm graben inwendigk der stat muren, also ferr, dasz man die stein b und 30oltzer sawber zwuschen der mure und dem graben auf [22] raumpte, obeie ngent dar zwuschen kernen, das sie nit steg darüber mechten.

Item wo ein stat nit wasser graben hat und wo auch nit hecken undle g in dem graben synt, so ist nichts besser dan ein guter blancken zunJ n "en graben gemacht zwingols ferrer von der muren, davor kan man nit 35a ld leyteren an die muren bringen und wurd ein grosz folck erworffen und•"schössen ee man die leyteren an die muren brecht.

Item der zune soll also gemacht sein: oben mit guten stareken gertengezewnt und unden sollen die stecken dieff in der erden [ b ] sten, dasz mansie nit umbziegen kan. Auch so sollen die stecken nit zu dick sein und auch 40n,t nohe beyeinander sten, das sich nyemant darhinder enthalt vor schissen.

a ) Hs. wagenbruck. l>) Hl. beiderstein.

Newcanüe am Pictenwall.

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