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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
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320
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320 Aus Wormser Rathabüchern.

Da gab inen her Diecze das antwuxt, wie dann der rait mit allen zunffl-

meistern ubir komen was und wollen dem auch nit anders tun. Daruf ant-

wurten sie von der pfafheit wegen, sie weren auch des ubirkomen, daz sie

der zeichen nit nemen sulten und konden das geboitt auch nit geandern;

5 und also giengen sie enweg.

[ b ] Item uff den selben mittwochen kam Goncz der stat boitte vonunserme herren von Mcncz usz Heschen l und braicht briefc, die zu Friczlaifgeben waren, dar inne er der stat gar trostlich und fruntlich schreib uf densynne, wir solten unsers rechten und friheit nustnit ubirgeben, dann wan

10 uns von dem bischof beschee , das uns bescheen sulle, so sulten wir imenauch widerumb tun, wz wir ymen tun sulten. Und schreib da mit, wirsolten auch daran nit zwifeln, was er uns und den unsern zugesagt hette,dz wolte er follenclich halten und solte uns ymands verkorczen wider recht,dz solte ymen leit und nit liep sin; und schreib auch da mit einen brief an

15 den bischof und schickt uns desselben briefis ein abeschrift uns darnach

riechtent. Solich geschrift was der stat ein groszer trost, dann die stat noch

wir hatten nyman, uf den wir uns mochten gelaszen zu der czyt.

2*. Nov. Item uff dornstag dar nach da kamen uf den Burgerhoiff in den rait

dryn canonicken vom groszen dume und dry canonicken von den andern

20 stifften und da saszen under 40 erbarer manne nit. Und redte her JohannLadeboüm und sprach: „Lieben frunde! Als uwer frunde leste vor deincapittel gewest sint und da geezeuget vier versiegelt confirmacien und dieauch glich luten und nit mysshollen und waz uwer begeronge unsern herrendaran zu wisen, das er uch duwe, wz er uch tun solle, als dann wollent ir

2r, ymen auch tun etc. Des sint unsere herren anderwerbe by unserme herrenvon Wormsz gewest und hann sinen gnaden uwern guten willen und mey-nunge genezelich erczalt und ist ymen wole zu dancke von uch und wil sichkorezelich by Wormsz fugen und uns dz wissen lassen, als dann wollenunsere herren zu ymen komen und zusehen uch und ymen reden, so ferre

:io wir mögen, daz die Sachen zu ende und gutem usztrage komen. Auch sobegernt und bittent unsere herren und alle pfaffheit, daz ir solich zeichenuwere mele ungeltere heissent abetun und die phaffheit hüben lassent alssie von alterher komen sint; daz wellen sie gern vertienen und mögen auchfurbaszer desta gerner getun wz uch liep ist."

ar> Daruf gab inen her Diecze ein antwurt und sprach: „Lieben herren!

Wir hann unsern herrn und uwern frunden gestern, die da hie by unswaren, [103.] ein antwurt darumb geben und wie das dann geludet hait,wissent sie wole und enkonnen daz nit ufgeslagen noch auch geandern."Und also schieden sie enweg.n. Df>. 40 Anno etc. 2G t0 tercia post Lucie ist komen uf den Burgerhoff vor den

rait, der da sasz und under 40 erbarer mannen nit enwaren, mit namenvon dem groszen stieffte her Johann Ladeboüm, herr Reinhart von Hehnslait,herr Jorge vom Stein und von den andern stieften der techan zu sanl Martin,herr Wilhelm von Isenszheim, her Peter Oberckeim und mit inen herr Johann

45 ' Hessen.