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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
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317
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Aus Wormser Rathsbüchern. 31 7

müssen wir den alten rait und gerichte bliben laszen siezen, dwile derartikel in bischof Conrad und herezug Ludwig raebtunge inbelt, daz manalle jare uff den andern tag nach sant Martins tage die simunge uff demsayle für dem niiwen und alten raide lesen; syt nu daz an uns nit begangenlst > so können wir daz auch nit geandern, und ist der brüste nit an uns 5sonder an unsern herren von Wormsz und an uch. Und darumb daz irnu sehent, daz wir noide in raebtunge und anders tragen wollen, so begernund bitten wir uch noch hudebytage a ir unsern herren von Worms bittentund underriechtent, uns tu, waz sin furfare uns getann und confirmiret hait,wann das bescheen ist, wz wir dann yme und uch tun b sullen, es sy von 10•"achtunge und was dz ist, dz wollen wir mit gutem willen tun, also dz irye sehen sullent, solt ycht anders dar inne fallen, das solichs unser 0 schultn 't sin solte."

Daruf gienge der burgermeister mit andern sinen frunden usz.Entwurf des raits frunden under den herren, herr Sobernbeim, und 11sprach: „Lieber Diecz! Als ir erczalt bant zuvor, wie her Eberbart Steten-rger einen brief braclit habe von unserm herren dem bischof und auch wiearnach unsers herren frunde und wir mit andern capitteln begert habenund wie das dann dine worte und begeronge gewest sin, ist nit noit ander-werbe zu erzelen, wannt myne herren hant es wole verstanden und wolten 2°Wole, das der rat unserme herren und uns detent dz, das ir uns tun sullent.°ch so wollen wir unsere herren und frunde zu unserme herren schickenund die sollent yme die sache und uwere begeronge eigentlich erzelen und* mit bitten und waz denselben zu entwurt ensteet, dz wollen wir uchwider lassen wissen." 25

Und sagenten da mit, wie die nuwen meel ungeltere von ynen zeichen°'ten han, daz doch in der rachtung usz gesaezt were, und begerten sie*u underwisen dz abezutun.

Antwurt her Diecz und beslosz die rede und sprach: „ Lieben herren!lr dancken uch uwer bottschaft, die also wellen tun; beschiecht uns, wz 30nns bescheen sal, daz hann wir gern und mögen furbaszer desta gerner8 un ynien und uch, wz uch liep ist, mag adir kann uns dz nit widerfaien,'• 'st uns leit, und bitten uch, dz ir uch diese unsere vorderonge begerongeUn d antwurt in guter gedechtenisz wollent laszen sin, want wir es gutme ynen. Und von der melungelter wegen do ist uns nit von wissende, dann ™Wlr wollen sie in den rait vor unsere frunde besenden, und wz uns zu ant-urt begegenet, wollen wir uch wider zuversten geben."

fJOi.J Darnach uff mittwochen nach Elizabeth landtgrefin kamen uff 20. Nov.en burgerhof in den rait der by ein versampt was, wole by den funffezige rbarer mannen der herren vom dume und der andern stiefte wole sesse 4»canonicken und redte her Johann Ladeboum und sprach: „Ersamen liebenlerren und frunde! Als uwer wisheit neste uwer frunde vollenclicb vur dem^apittel und andern stieften gehabt hant und under d andern reden uns gebetten

c) a ) Ä. noclmdebytage. b ) Ei. uch dann tun, dann wieder durchgestrichen.

»»Her hineinkorrigiert. J) II». und. «