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gespannt; die Wangenpartie magerund gefurcht, das wohlaus-gebildete Kinn weich gespalten. Bedeutende Schicksale schie-nen über dies meist leidend seitwärts geneigte Haupt hinweg-gegangen zu sein, und doch war die Kunst es gewesen, die hierjenephysiognomischeDurchbildung übernommenhatte, wel-che sonst das Werk eines schweren, bewegten Lebens ist. Hin-ter dieser Stirn waren die blitzenden Repliken des Gesprächszwischen Voltaire und dem Könige über den Krieg geboren;diese Augen, müde und tief durch die Gläser blickend, hattendas blutige Inferno der Lazarette des Siebenjährigen Kriegesgesehen. Auch persönlich genommen ist ja die Kunst ein er-höhtes Leben. Sie beglückt tiefer, sie verzehrt rascher. Sie gräbtin das Antlitz ihres Dieners die Spuren imaginärer und geisti-ger Abenteuer, und sie erzeugt, selbst bei klösterlicher Stilledes äußeren Daseins, auf die Dauer eine Verwöhntheit, Über-feinerung, Müdigkeit und Neugier der Nerven, wie ein Lebenvoll ausschweifender Leidenschaften und Genüsse sie kaumhervorzubringen vermag.