aber, wie es scheint, kaum überraschende Gnadenerhebung steht.Denn zu Rom stirbt der Pabst, und kaum ist er gestorben, sogeschieht eine Stimme vom Himmel herab: "Suchet den MannGottes Gregorius und setzt ihn zu meinem Stellvertreter ein!"Da eilen Boten in alle VZinde und kehren auch bei jenem Fischerein, der sich erinnert. Da fängt er einen Fisch, in dessenBauch sich der einst ins Meer versenkte Schlüssel findet.
Da fährt er die Sendboten zum Büsserstein, und sie rufen hin-auf: "0 Gregorius, du Mann Gottes, steige zu uns herab vomStein, denn es ist Gottes Wille, dass du zu seinem Stellvertre-ter auf Erden gesetzt werdest!" Und was antwortet er ihnen?"Wenn das Gott gefällt", spricht er gelassen, "so geschehesein Wille." Wie sie aber nach Rom kommen, und die Glockensollen geläutet werden, warten die darauf nicht, sondern läu-ten von selber, - alle Glocken läuten aus freien Stücken,zur Ankündigung, dass es einen so frommen und lehrreichenPapst noch nicht gegeben haben werde. Auch zu seiner Mutterdringt der Ruhm des seligen Mannes, und da sie zu Recht mitsich übereinkommt, dass keinem besser ihr Leben anzuvertrau-en ist, als diesem Erkorenen, macht sie sich auf nach Romzur Beichte beim heiligen Vater, der, als er ihre Beichtevernommen, sie wohl erkennt und zu ihr spricht:"0 meinesüsse Mutter, Schwester und Frau. 0 meine Freundin. DerTeufel dachte uns zur Hölle zu führen, doch Gottes Übermachthat es verhindert." Und baut ihr ein Kloster, darin sie alsÄbtissin waltet, aber nur kurze Zeit. Denn beiden wird baldgestattet, ihre Seelen an Gott zurückzugeben.
Auf diese überschwänglich sündhafte, einfältige und gna-denvolle Geschichte also hatte Adrian allen Witz und Schrek-ken, alle kindliche Eindringlichkeit, Phantastik und Feier-lichkeit der musikalischen Ausmalung versammelt, und wohllässt sich auf dieses Stück, oder namentlich auf dieses, daswunderliche Epitheton des alten Lübecker Professors, das
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