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Die vertauschten Köpfe : eine indische Legende
Entstehung
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einer Denkstein-Witwe, genoß er das Wohlwollenaller, das durch seine wachsende Schönheit hiszur Zärtlichkeit verstärkt wurde. Mit zwölf Jahrenbereits glich seine Verkörperung einem Gand-harven nach Anmut und lichter Kraft, und aufseiner Brust begann die Locke „Glückskalb“sich abzuzeichnen. Sein Blindlingstum indessen,weit entfernt, ihm zum Nachteil zu gereichen,behütete ihn davor, allzusehr im Körper zu leben,und hielt seinen Kopf zum Geistigen an. DenSiebenjährigen nahm ein vedakundiger Brah-mana in seine Hut, bei dem er die richtig ge-bildete Rede, Grammatik, Astronomie und Denk-kunst studierte, und nicht älter als zwanzig warer schon Vorleser des Königs von Benares. Aufeiner herrlichen Palastterrasse saß er, in feinenKleidern, unter einem weiß-seidenen Sonnen-schirm, und las dem Fürsten mit einnehmenderStimme aus heiligen und profanen Schriften vor,wobei er das Buch sehr dicht vor seine schim-mernden Augen hielt.

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