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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
Seite
235
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voll eines weichen Schimmers und einen mattgelb-lichen Teint, wie er weit und breit nicht ähnlich zufinden war. Ihre Hände, von der selben Farbe,waren schmal und für ein Ladenmädchen von außer-ordentlicher Schönheit.

Sie ging hinter dem Verkaufstische an das rechteEnde des kleinen Ladens, wo man durchs Schau-fenster nicht gesehen werden konnte. Thomas folgteihr diesseits des Tisches, beugte sich hinüber undküßte sie auf die Lippen und die Augen.

„Tu bist ganz verfroren, du Ärmster!" sagte sie.

„Fünf Grad!" sagte Tom .. . „Ich habe nichtsgemerkt, ich ging ziemlich traurig hierher."

Er setzte sich auf den Ladentisch, behielt ihre Handin der seinen und fuhr fort:

„Ja, hörst du, Anna? ... heute müssen wir nunvernünftig sein. Es ist so weit."

„Ach Gott... .!" sagte sie kläglich und erhobvoll Furcht und Kummer ihre Schürze ...

„Einmal mußte es doch herankommen, Anna .. .So! nicht weinen! Wir wollten doch vernünftig sein,wie? — Was ist da zu thun? Dergleichen mußdurchgemacht werden."

„Wann ... ?" fragte Anna schluchzend.

„Übermorgen."

„Ach Gott ... warum übermorgen? Eine Wochenoch ... Bitte! ... Fünf Tage! ..."

„Das geht nicht, liebe kleine Anna. Alles istbestimmt und in Ordnung ... Sie erwarten mich in