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liche Dame in türkischem Umhang. Sie wählte untereinigen Blumentöpfen, prüfte, roch, mäkelte undschwatzte, daß sie beständig genötigt war, sich mitdem Schnupftuch den Mund zu wischen. ThomasBuddenbrook grüßte sie höflich und trat zur Seite... Sie war eine unbegüterte Verwandte der Lang-hals', eine gutmütige und schwatzhafte alte Jungfer,die den Namen einer Familie aus der ersten Gesell-schaft trug, ohne dieser Gesellschaft doch zuzugehöreu,die nicht zu großen Diners und Bällen, sondern nurzu kleinen Kaffee-Zirkeln gebeten ward und mit we-nigeil Ausnahmen von aller Welt „Tante Lottchen"genannt wurde. Einen in Seidenpapier gewickeltenBlumentopf unter dem Arme, wandte sie sich zurThür, und Thomas sagte, nachdem er aufs neuegegrüßt hatte, mit lauter Stimme zum Laden-mädchen :
„Geben Sie mir ... ein paar Rosen, bitte ...Ja, gleichgültig. Trance ..."
Tann als Tante Lottchen die Thür hinter sichgeschlossen hatte und verschwunden war, sagte erleiser:
„So, leg' nur wieder weg, Anna .. . GutenTag, kleine Anna! Ja, heute bin ich recht schwerenHerzens gekommen."
Anna trug eine weiße Schürze über ihrem schwar-zen, schlichten Kleide. Sie war wunderbar hübsch.Sie war zart wie eine Gazelle und besaß einen bei-nahe malayischen Gesichtstypus: ein wenig hervor-stehende Wangenknochen, schmale, schwarze Augen