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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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Amsterdam ... Ich könnte auch nicht einen Tagzulegen, wenn ich es noch so gerne wollte!"

„Und das ist so fürchterlich weit fort .. .!"

„Amsterdam? Pah! gar nicht! Und denken kannman doch immer an einander, wie? Und ich schreibe!Paß auf, ich schreibe, sowie ich dort bin ..

„Weißt du noch ..sagte sie, „vor lU/z Jahren?Beim Schützenfest? ..."

Er unterbrach sie entzückt ...

„Gott, ja, lU/2 Jahre! ... Ich hielt dich für eineItalienerin ... Ich kaufte eine Nelke und steckte sieins Knopfloch ... Ich habe sie noch ... Ich nehmesie mit nach Amsterdam ... Was für ein Staubund eine Hitze war auf der Wiese! ..."

„Ja, du holtest mir ein Glas Limonade aus derBude nebenan ... Ich erinnere das wie heute! Allesroch nach Schmalzgebäck und Menschen ..."

„Aber schön war es doch! Sahen wir uns nichtgleich an den Augen an, was für eine Bewandtnises mit uns hatte?"

„Und du wolltest mit mir Karoussel fahren ...aber das ging nicht; ich mußte doch verkaufen! DieFrau hätte gescholten ..."

„Nein, es ging nicht, Anna, das sehe ich voll-kommen ein."

Sie sagte leise:

„Und es ist auch das Einzige geblieben, was ichdir abgeschlagen habe."

Er küßte sie aufs Neue, auf die Lippen und dieAugen.