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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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aber mit unserer Freundschaft ist es zu Ende. Hierhast du 100000 als Mitgift, ich vermache dir andere100000 im Testamente, aber damit basta, damit bistdu abgefertigt, es giebt keinen Schilling mehr. —Dazu hat er geschwiegen. Was geht es ihn an, wennwir Geschäfte gemacht haben? Wenn du und deineSchwester eine tüchtige Portion mehr bekommen wer-den? Wenn von dem Erbteil, das euer ist, ein Hausgekauft wurde ..."

„Wenn Sie verstünden, Vater, in welchem Di-lemma ich mich befinde! Um der Familieneintrachtwillen müßte ich raten ... aber ..." Der Konsulseufzte leise aus, an seinen Stuhl gelehnt. JohannBuddenbrook spähte, gestützt auf die Löschstange, auf-merksam in das unruhige Halbdunkel hinein, um denGesichtsausdruck des Sohnes zu erforschen. Die vor-letzte Kerze war heruntergebrannt und von selbsterloschen; nur eine flackerte noch, dort hinten. Dannund wann trat eine hohe, weiße Figur rühig lächelndaus der Tapete hervor und verschwand wieder.

„Vater, — dieses Verhältnis mit Gotthold be-drückt mich!" sagte der Konsul leise.

„Unsinn, Jean, keine Sentimentalität! Was be-drückt dich?"

„Vater, ... wir haben hier heute so heiter beieinander gesessen, wir haben einen schönen Tag ge-feiert, wir waren stolz und glücklich in dem Bewußt-sein, etwas geleistet zu haben, etwas erreicht zuhaben ... unsere Firma, unsere Familie auf eineHöhe gebracht zu haben, wo ihr Anerkennung und