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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
Seite
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weit, es schlanker Hand zu refüsieren, mir irgendeine Entschädigungssumme für den Anteil amHause zukommen zu lassen! Ich habe es mit Still-schweigen übergangen, als Sie mir bei meinerVerheiratung und Etablierung 100000 Courant-mark auszahlten und mir testamentarisch ein füralle Mal nur ein Erbteil von 100000 zusprachen.Ich war damals nicht einmal hinlänglich orientiertüber Ihre Vermögensverhältnisse. Jetzt jedochsehe ich klarer, und da ich mich nicht als prinzipiellenterbt zu betrachten brauche, so beansprucheich ln diesem besonderen Falle eine Entschädigungs-summe von 33335 Courantmark, will sagen einTrittel der Kaufsumme. Ich will keine Vermutun-gen darüber anstellen, welchen verdammungs-würdigen Einflüssen ich die Behandlung ver-danke, welche ich bislang zu dulden genötigt war;aber ich Protestiere gegen dieselbe mit dem ganzenRechtssinn des Christen und des Geschäfts-mannes und versichere Sie zum letzten Male,daß, sollten Sie sich nicht entschließen können,meine gerechten Ansprüche zu respektieren, ich Sieweder als Christ noch als Vater noch als Ge-schäftsmann länger werde achten können.

Gotthold Buddenbrook."

„Verzeih, wenn es mir kein Pläsier macht, dirdiese Litanei noch einmal vorzubeten. — Voilü!"Und mit einer grimmigen Bewegung warf Joh. Bud-denbrook den Brief seinem Sohne zu.