beschlossen und abgetan. Der Tag forderte sein Recht.Man begann, Herrn Spoelmann zu vergessen.
Der Winter verging. Es war der Winter, in welchemdie Fürstin zu Ried-Hohenried, Großherzogliche Hoheit,mit einem Töchterchen niederkam. Auch der Frühlingging ins Land, und Seine Königliche Hoheit GroßherzogAlbrecht begab sich gewohntermaßen nach Hollerbrunn.Da aber tauchte im Publikum und in der Presse ein Ge-rücht auf, das von ruhig denkenden Leuten anfangs mitAchselzucken ausgenommen wurde, das aber Gestalt an-nahm, sich festsetzte, sich in ganz bestimmte Einzelangabenkleidete und endlich als wirkliche und kernhafte Nachrichtzur Herrschaft über das tägliche Gespräch gelangte.
Was ging vor? — Ein großherzogliches Schloß sollteverkauft werden. — Das war Unsinn. Welches Schloß?
— Delphinenort. Schloß Delphinenort im nördlichenStadtgarten. — Das war Narrengeschwätz. Verkauft?An wen? — An Spoelmann. — Lächerlich. Was sollteer damit anfangen? — Es wiederherstellen und bewohnen.
— Sehr einfach. Aber vielleicht hatte unser Landtag einwenig in solche Angelegenheit dreinzureden. — Den Land-tag kümmerte das garnicht. Hatte etwa der Staat eineUnterhaltungspflicht an Schloß Delphinenort? Dannhätte es hoffentlich besser ausgesehen um das schöne Ding.Und also hatte der Landtag nicht dreinzureden. — DieVerhandlungen waren wohl ungemein weit vorgeschritten?
— Allerdings. Denn sie waren abgeschlossen. — Ei, undso war man denn natürlich wohl gar in der Lage, dengenauen Kaufpreis zu nennen? — Aufzuwarten. DerKaufpreis betrug zwei Millionen auf Heller und Pfennig.