weißen, geschorenen Backenbart beständig mild lächelndin die Breite zog und die Augen dabei schloß. Erst imletzten Augenblick ward bekannt, daß vielmehr der Kleine,Rasierte im mißfarbenen Paletot, — Der, welcher imGegenteil den Hut tief in die Stirn gedrückt trug, dereigentliche Spoelmann sei, und die Zuschauer wareneinig darin, daß ihm nichts anzumerken sei. FabelhafteDinge waren über ihn in Umlauf gewesen. Durch irgend-einen Spaßvogel war das Gerücht verbreitet und auchgewissermaßen geglaubt worden, Spoelmann habe laucergoldene Vorderzähne und in jeden dieser goldenenVorderzähne sei in der Mitte ein Brillant eingelassen.Aber obgleich die Wahrheit oder Unwahrheit dieser Be-hauptung nicht gleich zu prüfen war — denn Spoelmannließ seine Zähne nicht sehen, er lachte nicht, sondernschien vielmehr ärgerlich und durch seine Krankheit gereizt—, so glaubte angesichts seiner Person sogleich keinMensch mehr daran. Was aber Miß Spoelmann, seineTochter, betraf, so hatte sie den Kragen ihrer Pelzjacke,in deren Taschen sie ihre Hände verbarg, hoch empor-geschlagen, so daß überhaupt fast nichts von ihr zu sehenwar, als ein paar unverhältnismäßig großer braun-schwarzer Augen, die über die Menschenansammlung hineine ernste, fließende, aber nicht allgemein verständlicheSprache führten. An ihrer Seite befand sich die Per-sönlichkeit, die man als ihre Gesellschaftsdame, die GräfinLöwenjoul erkannte, eine Frau von fünfunddreißig Jahren,schlicht gekleidet und beide Spoelmanns an Körperlängeüberragend, die ihren kleinen Kopf mit dem spärlichenglatten Scheitel nachdenklich schief trug und mit einer
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