zum Schutze Knüppelsdorfs weit hinaus ins Land ge-grüßt" hätten. Dann erinnerte er daran, wie durch Erb-folge und Heirat Knüppels dorf endlich an den Zweig derFamilie gekommen sei, dem sein Bruder und er selbstangehörten. Schwere Stürme hätten im Verlaufe derZeiten über Knüppelsdorf dahingebraust, Kriegsjahre,Feuersbrünste und Pestilenzen hätten es heimgesucht, dochimmer habe es sich wieder emporgerafft lind in allen Lagentreu zum angestammten Fürstenhaufe gehalten. DieselbeGesinnung aber zeige auch das heutige Knüppelsdorf, in-dem es dem Andenken seines, Klaus Heinrichs, hoch-seligen Herrn Vaters ein Denkmal errichte, und mit be-sonderer Freude werde er seinem gnädigen Herrn Bruderüber den glänzenden und herzlichen Empfang Bericht er-statteil, den er hier als höchstsein Stellvertreter gefundenhabe. . . Die Hülle fiel, der Verein „Geradsinillieder-kranz" tat noch einmal sein Bestes. Und Klaus Heinrichstand lächelnd, mit einem Gefühle der Ausgeleertheit unterseinem Theaterzelt, froh in der Sicherheit, daß niemandihn weiter fragen dürfe. Denn er hätte nun kein Sterbens-wörtchen mehr über Knüppelsdorf zu sagen gewußt.
Wie ermüdend sein Leben war, wie anstrengend! Zu-weilen schieil es ihm, als habe er beständig mit großemAufgebot an Spannkraft etwas aufrecht zu erhalten, waseigentlich nicht, oder doch nur unter günstigen Bedingun-gen, aufrecht zu erhalten war. Zuweilen erschien seinBeruf ihm traurig und arm, obgleich er ihn liebte undjede Repräsentationsfahrt gern unternahm.
Er fuhr über Land zu einer Ackerbauausstellung, fuhrin seiner schlecht federnden Chaise von Schloß „Eremitage"
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