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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
199
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ziehen lassen, ohne mich nach ihm umzusehen. Aus michmacht er keinen Eindruck mit seinem Sündenreichtum.Wie denkst du, Klaus Heinrich?"

Klaus Heinrich blickte über des Fräuleins Kopf hin-weg auf das Helle Fenster.

„Eindruck?" sagte er . . . „Nein, Reichtum machtmir keinen Eindruck, glaube ich, — ich meine, was manso Reichtum nennt. Aber mich dünkt, es kommt daraufan . . . es kommt, wie mir scheint, auf den Maßstab an.Wir haben ja auch ein paar reiche Leute hier in derStadt... Seifensieder Unschlitt soll eine Million haben...Ich sehe ihn manchmal in seinem Wagen... Er ist rechtdick rind gewöhnlich. Aber wenn einer ganz krank undeinsam ist vor lauter Reichtum . . . Ich weiß nicht..."

„Ein unheimlicher Mann jedenfalls," sagte Ditlinde.Und allmählich beruhigte sich das Gespräch über Spoel-mann. Man sprach über Familienangelegenheiten, überdas Gut „Hohenried", über die bevorstehende Saison.Gegen sieben Uhr schickte der Großherzog nach seinemWagen. Man erhob sich, man verabschiedete sich, dennauch Prinz Klaus Heinrich brach auf. Aber in der Vor-halle, während die Brüder sich ihre Mäntel anlegen ließen,sagte Albrecht: „Ich wäre dir verbunden, Klaus Hein-rich, wenn du deinen Kutscher nach Hause schicktest undmir noch eine Viertelstunde das Vergnügen deiner Gesell-schaft gönntest. Ich habe noch eine Sache von einigerWichtigkeit mit dir zu besprechen ... Ich könnte dich zurEremitage begleiten, aber die Abendluft ist mir nicht zu-träglich ..."

Klaus Heinrich antwortete mit geschlossenen Absätzen: