und mit dem Überbein vielleicht in gewissen Charakter-zügen übereinstimmte. Aber höchst selten — und auchdann nur gleichsam aus Gnade — fand er sich etwa andem Stammtisch ein, der die Gymnasiallehrer nach desTages Müh' und Last zu einem Glase Bier, einemKartenspiel, einem zwanglosen Gedankenaustausch überöffentliche und persönliche Fragen um sich vereinigte, —sondern er verbrachte seine Abende und, wie man vonseiner Wirtin wußte, auch einen großen Teil der Nachtmit wissenschaftlicher Arbeit in seinem Studierzimmer,— während seine Gesichtsfarbe beständig grünlicher wurdeund die Überspannung ihm in den Augen zu lesen war.Die Behörde hatte sich kurz nach seiner Rückkehr vonSchloß Fasanerie veranlaßt gesehen, ihn zum Oberlehrerzu ernennen. Was wollte er noch werden? Direktor?Hochschulprofessor? Unterrichtsminister? Fest stand, daßsich in der Maß- und Friedlosigkeit seines Strebens Un-bescheidenheit und Überheblichkeit verbarg — oder viel-mehr nicht verbarg. Sein Gehaben, seine laute, scharfschwadronierende Redeweise ärgerte, reizte, erbitterte. Erwahrte gegen ältere und ihm übergeordnete Mitgliederdes Lehrkörpers den Ton nicht, der ihm zukam. Er be-nahm sich väterlich gegen jedermann, vom Direktor biszum geringsten Hilfslehrer, und seine Art, von sich selbstals von einem Manne zu reden, der „sich den Windhatte um die Nase wehen lassen", von „Schicksal undStrammheit" zu rodomontieren und dabei seine wohl-wollende Geringschätzung all derer an den Tag zu legen,die „es nicht nötig hatten" und „sich des Morgens eineZigarre anzündeten", war zweifellos dünkelhaft. Seine
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