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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
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die Gäste, das Regiment und das Publikum einstimmten.Eine Parade schloß sich an, und das Ganze endigte miteinem militärischen Frühstück im Schloß.

Dieser schöne Akt auf dem Albrechtsplaße war ohnepraktische Bedeutung , er trug seinen Wert in sich selbst.Klaus Heinrich trat mm keineswegs den Frontdienst an,sondern begab sich noch am selben Tage mit seinen Elternund Geschwistern nach Hollerbrunn, um dort, in denkühlen, altfränkischen Zimmern am Fluß, zwischen denmauerähnlichen Hecken des Parks, den Sommer zu ver-bringen und dann, im Herbst, die Universität zu beziehen.Denn so entsprach es dem vorgezeichneten Plane seinesLebens: Im Herbste bezog er auf ein Jahr die Universität,nicht die der Residenz, sondern die zweite des Landes,und zwar in Begleitung Doktor Überbeins, seines Stu-dienlehrers.

Die Berufung dieses jungen Gelehrten zum Mentorwar wiederum auf einen besonderen, lebhaft vertretenenWunsch des Prinzen zurückzuführen, und gerade was diePersönlichkeit des Gouverneurs und älteren Kameradenbetraf, den Klaus Heinrich während dieses Jahres studen-tischer Freiheit an seiner Seite sehen sollte, so glaubteman an maßgebender Stelle seine allsgesprochene Willens-meinung berücksichtigen zu müssen. Gleichwohl sprachmanches gegen diese Wahl; sie war unpopulär, wurdewenigstens in weitereil Kreisen laut oder leise mißbilligt.

Raoul Überbein war nicht beliebt in der Residenz.Seine Rettungsmedaille und seine ganze beängstigendeStrebsamkeit in Ehren, aber dieser Mann war kein an-genehmer Mitbürger, kein liebenswürdiger Kollege, kein