war reuevoll und dem Weinen nah. Man werde ihrAusbleiben bemerken, sie traurig ansehen, vielleicht gardem Großherzog Meldung machen; sie würden niemalsden Weg finden, vergessen werden und Hungers sterben.Und wo eine Rattenfalle sei, Klaus Heinrich, da seienauch Ratten . . . Klaus Heinrich tröstete sie. Es gelteeinzig, die Stelle zu finden, wo an der Wand die Har-nische lind gekreuzten Fahnen hingen; von diesem Punktean sei er der Richtung sicher. Und plötzlich — sie hatteneben ein Knie des Wandelganges zurückgelasscn — plötz-lich geschah etwas. Sie schraken zusammen.
Was sie hörten, war mehr, als der Widerhall ihrereigenen Schritte; es waren andere, fremde, schwerer, alsihre, sie kamen ihnen bald rasch, bald zögernd entgegenund waren von einem Schnaufen lind Brummen be-gleitet, das ihnen das Blut erstarreil ließ. Ditlind machteMiene, davonzulaufen vor Schrecken; aber Klaus Hein-rich gab ihre Hand nicht frei, und sie standen mit weitenAugen und ließen kommen, was kam.
Es war ein Mann, der im Halbdunkel sichtbar wurde,und ruhig betrachtet war seine Erscheinung nicht grauen-erregend. Er war gedrungen voll Körperbau lind gekleidetwie ein Veteran im Festzugc. Er trug eineil Gehrockvon altfränkischem Schnitt, einen wollenen Schal umden Hals und eine Medaille auf der Brust. Er hielt inder einen Hand einen geschweiften Zylinderhut und inder anderen die beinerne Krücke seines knotig gerolltenRegenschirms, den er im Geheil taktmäßig auf die Fliesenstieß. Sein spärliches graues Haar war von dem einen2hr aufwärts in verklebten Strähnen über seineil Schädel
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