einen Lakaien. Sie stiegen eine Treppe höher und ver-folgten den Gang, bis die Gewölbe begannen und sie alsoin dem Teil des Schlosses waren, der aus den ZeitenJohanns des Gewalttätigen und Heinrichs des Buß-fertigen stammte, wie Klaus Heinrich wußte und erklärte.Sie kamen in den Saal mit den Pfeilern, und KlausHeinrich pfiff dort mehrere Töne schnell nacheinander,weil die ersten noch hallten, wenn der letzte kam, und soein Heller Akkord unter den Kreuzbogen schwebte. Siekletterten tastend und manchmal auf Händen und Füßendie steinerne Wendeltreppe hinan, die hinter einer derschweren Türen mündete, und kamen in das Zimmer mitder hölzernen Decke, wo sich mehrere seltsame Gegen-stände befanden. Es gab dort einige täppisch große, zer-brochene Flinten mit dick verrosteten Schlössern, die wohlzu schlecht fürs Museum gewesen waren, und einenThronsessel außer Dienst mit zerrissenem roten Sammet-polster, kurzen, weit geschwungenen Löwenbeinen undschwebenden Kinderchen oberhalb der Rückenlehne, dieeine Krone trugen. Dann aber war da ein arg verbogenesund verstaubtes, käfigartiges und gräßlich anmutendesDing, das sie lange und sehr beschäftigte. Trog sie nichtalles, so war es eine Rattenfalle, denn man erkannte dieeiserne Spitze, woran der Speck zu befestigen war, undfurchtbar zu denken, wie hinter dem großen und widrigbissigen Tier die Klapptür niedergefallen war . . . Ja,das nahm Zeit in Anspruch, und als sie sich von derFalle aufrichteten, waren ihre Gesichter erhitzt, und ihreKleider starrten von Rost und Staub. Klaus Heinrichklopfte sie beide ab, aber das machte nicht vieles gut,
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