240
So geschehen in Unserer Haupt- und Residenzstadt Stuttgartan dem fünf und zwanzigsten Tage des Monats September im Ein-tausend Achthundert und Neunzehnten Jahre, Unserer KöniglichenRegierung im dritten.
Wilhelm. 5
Auf Befehl des Königs:Der Staatssekretär:Vellnagel.
Das von den Stünden dem König überreichte Exemplar derVerfassungmrkunde hat folgende Einleitung und .folgenden Schluss: 10
„Wir die unterzeichneten sämtlichen Mitglieder der zugemeinschaftlicher Vollendung des Verfassungswerks für dasKönigreich Württemberg einberufenen Ständeversammlung be-kennen hiermit:
Nachdem S. Kön. Majestät von Württemberg, unser aller- 15gnädigster König und Herr, durch Allerhöchste Entschliessungvom heutigen Tage den allerhöchstdenselbcn unterthänigst vor-gelegten Verfassungsentwurf genehmigt, denselben als wirk-lichen Vertrag anerkannt und dessen Festhaltung für Sichund Allerhöchstdero Nachfolger in der Regierung durch eine 20feierliche Urkunde zugesichert haben, welche von Wort zuWort also lautet:[Folgt die Urkunde.]
So haben wir die Unterzeichneten, zu Herstellung derStaatsgrundverfassung einberufenen Stände des Königreichs 25Württemberg diese Allerhöchste Willenserklärung mit aller-unterthänigstem Danke angenommen und uns im Namen desgesamten Königreichs zu unverbrüchlicher Festhaltung desvorstehenden Verfassungsvertrags auf das feierlichste verpflich-tet, auch zu dessen Bekräftigung die gegenwärtige Urkunde 30eigenhändig unterzeichnet.
Ludwigsburg, den fünf und zwanzigsten September Ein-tausend achthundert und neunzehn.
Der Präsident der Ständeversammlung
Franz, Fürst von Waldburg-Zeil und Trauchburg. 35
Der VizepräsidentJakob Friedrich Weishaar, Abgeordneter der Residenzstadt Stuttgart.[Folgen die Unterschriften der Ständemitglieder. ]