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2 (1878)
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1346
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(Suppl.) Lac.

Gm. Milchzucker, oder in Procenten: 5 : 0,779 100 : x, also 15,58 Proc.Milchzucker.

2. Rohrzuckerbestimmung. Auch diese geschieht mittelst Fehtjng'-scher Lösung, da aber Rohrzucker dieselbe nicht reducirt, so muss er zunächstdurch Erhitzen mit verdünter Schwefelsäure in Fruchtzucker umgewandeltwerden. Zu dem Versuche löst man abermals, wie oben angegeben, 5,0 Gm.condensirter Milch in ungefähr 60,0 Gm. Wasser, versezt mit 15 TropfenBleiessig, erhitzt, filtrirt, wäscht aus und versetzt das Filtrat, welches ungefähr200300 CC. beträgt, bis zur stark sauren Reaction mit verdünnter Schwefel-säure: es tritt eine Trübung von Bleisulfat ein, welche aber durchaus ohneEinfluss auf den weiteren Verlauf der Untersuchung ist. Man erhitzt nunetwa eine Stunde lang zum Sieden und, um ein Verdunsten des Wassers zuvermeiden, verschliesst man den Kolben mit einem Kork, in welchem ein offe-nes, etwa 1,5 Meter langes Glasrohr sich befindet; es fliesst auf diese Weisedas verdunteste Wasser grösstenteils immer wieder in den Kolben zurück.Diese Flüssigkeit wird nach jener Zeit schwach mit Soda übersättigt, erkaltengelassen, auf ein Liter verdünnt und in eine Bürette gefüllt etc. Die Rech-nung ist: durch das Kochen mit verdünnter Schwefelsäure ist nicht nur derRohrzucker, sondern auch der Milchzucker in Fruchtzucker oder Glykose über-geführt; die Titration ergiebt daher gleichzeitig Milchzucker- und Rohrzucker-gehalt, beide reducirt zu Glykose.

3. Wasserbestimmung. Sie bereitet die Fettbestimmung vor. Ambesten ist es, die condensirte Milch zur Vergrösserung der Oberfläche mit Gypszu vermischen; Quarzsand wurde weniger geeignet befunden, da derselbe beimTrocknen Klumpen bildet, welche die Milch einschliessen und nur mühsam zuverreiben sind. Den zu verwendenden Gyps verwandelt man mit Wasser zu-nächst in einen Brei, lässt denselben erhärten, pulverisirt ihn alsdann ganzfein und trocknet das Pulver so lange bei 100° im Luftbade, bis kein Gewichts-verlust mehr stattfindet. Der Gyps wird über concentrirter Schwefelsäureunter einer Glasglocke aufbewahrt. 5,0 condensirter Milch werden mit 5,0dieses Gypses vermittelst eines Glasstabes innig gemengt und bis zum constantenGewicht auf 100° erhitzt. Der Verlust giebt den Wassergehalt an.

4. Fettbestimmung. Der von der Wasserbestimmung bleibendeRest wird wiederholt mit Aether ausgezogen, die ätherischen Auszüge in einemtarirten Becherglase abgedunstet, das Glas noch einige Zeit über concentrirteSchwefelsäure unter eine Glasglocke gestellt und dann gewogen.

5. Eiweissbestimmung. (Case'in und Albumin.) Man löst 5,0 con-densirte Milch in circa 50,0 Wasser, erhitzt einige Minuten lang auf demWasserbade bis 60°, säuert mit verdünnter Salpetersäure an, versetzt mit demgleichen Volumen Weingeist und filtrirt. Der Niederschlag wird zunächst mitschwach salpetersäurehaltigem Wasser, dann mit Aether ausgewaschen undbei 100° auf einem vorher bei 100° getrockneten und gewogenen Filter biszum constanten Gewicht erhitzt. Es ist zu beachten, dass die Milchlösungnicht zu lange und nicht zu sehr mit der verdünnten Salpetersäure erhitzt wer-den darf, da sonst durch Bildung von Xanthoproteinsäure Gelbfärbung eintretenwürde und damit eine Ungenauigkeit der Analyse verbunden ist.

6. Bestimmung der Salze. Man erhält ein für die Praxis hinreichendgenaues Resultat durch Glühen von ungefähr einem Gramm condensirterMilch.