(Suppl.) Lac. — Nitrogenium. — Pancreatinum.
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Um nähere Anhaltspunkte zu geben, mögen einige analytische Belegeguter condensirter Milchsorten folgen:
1
2.
3.
4.
5.
Milchzucker
15.
,01
15,01
15,58
15,58
15,50
Rohrzucker
34!
,00
34,00
34,00
33,00
34,10
Fett
8.
,74
6,70
9,10
8,25
8,14
Eiweissstoffe
17.
,50
17,22
16,56
17,96
15,36
Salze
1.
,94
1,94
1,99
1,95
1,78
Wasser
22!
,50
25,00
22,70
23,20
25,30
99
,69
99,87
99,93
99,94
100,18
Als Mittel für gute Kuhmilch kann man annehmen: 85 Proc. Wasser,4,5 bis 5 Proc. Eiweissstoffe, 4 Proc. Fett, 4—5 Proc. Milchzucker und 0,7Proc. unorganische Substanzen. Vergleicht man diese Zahlen mit den ange-führten analysirten Sorten der condensirten Milch, so findet man, dass die Milchin den Fabriken wohl auf '/3 ihres Volumens im Vacuum eingedampft unddem Rückstände alsdann die Hälfte seines Gewichts an Rohrzucker zugesetztwird; rechnet man zu letzterem den Milchzucker hinzu, so ergiebt sich, dassdie condensirte Milch etwa zur Hälfte aus Zucker und zu einem Viertheil ausWasser besteht.
Jiitrogeninm, Stickstoff, Azot (N = 14), ein elementares Gas.
Darstellung. Die einfachste Darstellung des Stickstoffs ist wohl die aus Kali-bichromat und Salmiak. Ein pulvriges Gemisch aus 3 Th. Kalibichromat und1 Th. Ammoniumchlorid wird in einem Glaskolben erhitzt und das entwickelteGas zuerst durch eine etwas Aetznatron haltige Wasserschicht und dann durchein leeres, von aussen gekühltes oder ein mit Calciumchloridstücken beschicktesGefäss geleitet, um den vom Gase gelösten Wasserdampf zu verdichten (KO,2CrO a+ NH4CI = KCl + Cr 2 0 3 + 4H0 + N).
Eigenschaften. Stickstoff ist ein färb-, geruch- und geschmackloses, in-differentes, permanentes Gas von 0,971 spee. Gew. (Luft=l). 1 Liter Gaswiegt ungefähr 1,266 Grm. 100 Vol. Wasser von mittlerer Temperatur vermögennur 1,45 Vol. des Gases zu absorbiren. Die Luft enthält 79 Volumenproc.Stickstoff. Für sich eingeathmet bewirkt es Erstickung.
Anwendung. Stickstoffinhalationen werden von einem Dr. Saatz zu Berlingegen eine Menge incurabler Krankheiten empfohlen und auch praktisch ausge-führt. Näheres ist darüber bisher nicht bekannt geworden.
Pancreatinnm. Pankreatin kommt jetzt in den Handel und wird alsArzneisubstanz angewendet. Die Darstellung ist bereits Bd. II, S. 623 ange-geben. Das in dem Handel vorkommende Pankreatin von guter Qualität ist
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