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2 (1878)
Entstehung
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1329
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(Suppl.) Cerevisia.

1329

Normal-

Relation

Biersorten

Extract

Milchsäure

alkali

E : M = 100: x

pCt.

pCt.

CO.

Pschorr Lagerbier

6,4

0,23

2,55

3,593

Spaten Lagerbier

6,16

0,2

2,22

3,246

Pilsner Bürgerl. Bräuhaus

4,55

0,13

1,44

2,857

Weihenstephan Export

5,75

0,15

1,66

2,608

L. Ahrens, Berlin

4,67

0,169

1,18

3,618

)} pasteurisirt

4,59

0,17

1,9

3,7

Hofbräuhaus (10. Juli 1877)

5,43

0,16

1,77

2,946

Stout Barclay und Perkins

7,41

0,32

3,55

4,318

Salvator 1875

9,078

0,27

3

2,974

Schwechat Lager 1875

6,01

0,134

1,5

2,229

Pilsener

4,82

0,178

1,97

3,697

Liesing

6,04

0,15

1,66

2,483

St. Max Märzen

6,42

0,11

1,22

1,71

St. Max Abzug

4,87

0,1

1,11

2,053

Münchner Bock

7,1

0,18

2,0

2,535

Kulmbacher Export

7,38

0,16

1,77

2,535

Nürnberger

7,05

0,17

1,9

2,411

Ale

4,81

0,31

3,44

6,444

Porter etc.

7,43

0,34

3,77

4,576

Aus dieser hier nur theilweise

aufgeführten

Tabelle

ergiebt sich, dass

der mittlere Milchsäureprocentgehalt aller Deutschen und ÖesterreichischenLagerbiere = 0,164 und die mittlere Relation zwischen Extractgehalt und Milch-säuregehalt = 2,869 ist. Die höchste Relation ist 3,7 bei A iieens in Berlin.Es zeigt sich an diesem Beispiele deutlich, dass es bei der Würdigung derAcidität hauptsächlich auf das Verhältnis» der vorhandenen Säure zum Ge-sammtextractgehalte ankommt. Der Milchsäuregehalt des genannten Bieres= 0,17 überschreitet den mittleren Gehalt = 0,164 nur um ein Geringes; aberder Extractgehalt ist nach dem Pilsner Biere der geringste = 4,59. Es wirddaher auch dieses Bier saurer schmecken als z. B. das Spatenbier mit demhöheren Säuregehalte von 0,2, dem aber auch ein höherer Extractgehalt von6,16 Proc. entspricht.

Es erscheint daher pro lege ferenda nothwendig, für die einheimischennur zwei Arten zu unterscheiden: Lagerbiere und Schankbiere. Für ersteremöchte die Relation 3,8 die passende sein; für letztere 1,9. Letztere Ziffermotivirt Verf. wie folgt. Ein Schankbier habe 3,8 Proc. Extract (gewiss einMinimum) und verlange zur Neutralisation von 100 CC. 0,8 CC. Normalnatron= 0,072 Proc. Milchsäure (das Maximum); also ist hier die Relation (0,072x100):3,8=1,9. Alle Relationen, welche die beiden entwickelten oder anderenach diesem Principe zu wählenden Maxima überschreiten, wären zu bean-standen.

Schwefligsäure und Sulfit in den Bieren. In manchen Bieren trifft manSulfite und selbst freie Schwefligsäure an, indem man den Bieren be-hufs Sistirung der Gährung und Conservirung vor dem Sauerwerden Natron-bisulfitlösung zusetzt. Nach P abst bestimmt man den Schwefligsäuregehaltin der Weise, dass man 100 CC. Bier in einem Glaskolben mit 40 CC. Wasserund 45 Grm. Schwefelsäure mischt, im Wasserbade auf circa 50° C. erhitzt,einen Luftstrom hindurchleitet und diesen in eine Baryumchloridlösung, welchemit Jodlösung (Jodjodkalium) und Salzsäure versetzt ist, einführt. Die Schweflig-

Hager, Parmac. Praxis. IL 84