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Cerevisia.
so dass man den Petroläther davon decanthiren kann. Das Harz wird imWasserbade, zuletzt über Schwefelsäure getrocknet. Das vorhin gesammelterückständige Bier wird mit Barytwasser alkalisch gemacht und mit derdoppelten Menge einer Mischung von 2 Th. absolutem Weingeist und 1 Th.Aether zweimal ausgeschüttelt, welche Mischung das Glycerin aufnimmt.
Säuregehalt des Bieres. Ausser freier Kohlensäure finden sich inden guten Bieren Essigsäure, Bernsteinsäure, Milchsäure etc., und von diesenletzteren Säuren in Summa 0,2 Proc., in den gewöhnlichen Hausbieren zu0,2 — 0,4 Proc. In dem Berliner Weissbiere findet sich noch absichtlich zu-gesetzte Weinsäure, so dass der Säuregehalt dieses Bieres selbst bis auf 0,6Proc. steigt. In Belgien sind meist sehr saure Biere beliebt, und scheint es,als ob man daselbst den Bieren noch irgend eine Säure zusetzt. Der Säure-gehalt des Bieres dient dem erfrischenden Geschmack. Es können nun Fällevorkommen, in welchen die Bestimmung des Totalsäuregehalts gefordert ist.Ueber diese Bestimmung und über das zulässige Säuremaass in den Lager-und Schenkbieren hat Griessmayer im polyt. Journ. folgende Mittheilungenin Bezug zu den Deutschen und Oesterreichischen Bieren gemacht.
Die Bestimmung dieses Säuregemenges geschieht mittelst Zehntelnormal-alkali und mit den Indicatoren Lackmus, Rosolsäure oder Hämatein. Bei derBerechnung giebt man entweder die Cubikcentimeter Normalalkali an, welchezur Neutralisirung von 100 CC. Bier erforderlich sind, oder man bestimmt alleSäure als Milchsäure, indem man die gefundenen Cubikcentimeter Normalalkalimit 0,09 (Aequivalent der Milchsäure = 90) multiplicirt. In den grossenenglischen Brauereien ist letztere Bestimmungsart im Brauche, sowie auchLackmus als Indicator. Da aber mit den verschiedenen Indicatoren auchverschiedene Resultate erzielt werden, so wäre zu erwägen, ob Lackmus bei-zubehalten oder das zumal für dunkle Biere brauchbare Hämatein vorzu-ziehen sei.
Es entsteht nun die praktisch wichtige Frage: Wenn alle Biere sauersind, welches Bier ist zu sauer, beziehentlich wie viele Cubikcentimeter Nor-malalkali oder wie viel Milchsäureprocente sind nothwendig, üm erklären zukönnen, das betreffende Bier ist verdorben und dessen Yerleitgabe strafbar?Die Lösung dieser Frage hängt von zwei Umständen ab. Erstens muss manfeststellen, welches ist die normale Acidität einer bestimmten Biergattung undzweitens muss das Verhältniss der Säure zum Extracte innerhalb derselbenGattung bestimmt werden.
Nach früheren, im Bayerischen Bierbrauer veröffentlichten Analysenschwankt der Gehalt des bayerischen Schenkbieres an Säure zwischen 0,3 und0,7 CC. Normalalkali = 0,027 und 0,063 Proc. Milchsäure; der Gehalt desbayerischen Lagerbieres zwischen 1,8 und 2,6 CC. Normalalkali = 0,162 und0,234 Proc. Milchsäure. — Der mittlere Extractgehalt einer Serie von bay-rischen Schenkbieren aus der Sudcampagne 1837/38 war 4,97 Proc. mit einemMinimum von 3,9 Proc. Der mittlere Extractgehalt der Erlanger Schenkbierevom Winter 1874/75 war nach Hilger . (Repert. für Pharm. 1876) 4,74 Proc.(der mittlere Alkoholgehalt 3,57) mit Schwankungen von 4,27 bis 5,66 Proc.— Der mittlere Extractgehalt aller Wiener Abzugsbiere vom Jahre 1874/75betrug 4,6 Procent (Balling, vergl. Bayerischer Bierbrauer 1877. 233).
Es folgt nunmehr eine Tabelle vergleichender Analysen. Unter Relationoder Aciditätsquotienten versteht Verf. hierbei das Verhältniss des Extract-gehaltes zum Milchsäureprocentgehalte und berechnet es in folgender Weise:Ein Biere habe 6,4 Proc. Extract und 0 ,23 Proc. Milchsäure; also ist dieRelation 6,4 : 0,23=100 : x, woraus x= 3 ,593.