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2 (1878)
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1326
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Calcaria sulfocarbolica. Camphora bromata.

von anhängender Feuchtigkeit, giebt ihn nach Wegnahme des Glasstabes in einetarirte gläserne oder porcellanene Schale, wenn möglich mit flachem Boden,giebt dazu die kleinen Reste des Fettes, welche etwa der Becherglaswandungund dem Glasstabe anhingen und trocknet die Fettmasse in der Wärme desSandbades (100120° C.) aus, bis eine Gewichtsabnahme nicht mehr statt-findet. Bei der Wägung hat man die zugesetzten 5,0 Wachs in Abrechnungzu bringen.

VII. Berechnung. Man geht sicher, wenn man 88 Proc. in Wasserunlöslicher Fettsäuren im Butterfette annimmt. Geht die gefundene Fettsäure-menge nicht über 88 Proc. hinaus, so lag auch nur ein reines Butterfett vor.Beträgt die Menge 8889 Proc., so ist das Butterfett nur einer Verfälschungmit anderen Fetten verdächtig. Zur Constatirung dieses Umstandes greift manzu der Prüfung des Butterfettes an dem Gerüche des verglimmenden, mit demButterfette getränkten Dochtes, wie unter Kunstbutter (vergl. unter Sebum)angegeben ist. Wenn hier der bekannte Geruch eines ausgelöschten Talglichtessich nicht deutlich ergiebt, so muss die Butter als rein erachtet werden.Geht dagegen das Gewicht der Fettsäuren über 89 Procent hinaus ('/ 4 Proc.kann hier wohl unbeachtet bleiben), so ist die Butter sicher eine verfälschte.Dass der Gehalt der Kulibutter an nicht löslichen Fettsäuren bis auf 89 Proc.hinaufgehen kann, ist von vielen Seiten bestätigt worden. Vergl. oben S. 1323.

Calcaria sulfo- carbolica, Calcaria sulfo-plienylica, Kalksulfocarbolat wirddurch Sättigung der Sulfocarbolsäure (vergl. unter Zincum sulfocarbolicum) mitreinem Kalkcarbonat dargestellt. Ein farbloses in Wasser und Weingeistlösliches Salz. Es ist von Samson zu 0,3 pro dosi bei Kindern gegen Rhachitisund in Kalkwasser gelöst gegen Diarrhoe der Kinder empfohlen worden.

Camphora 1110110bromata, Camphora bromata, Campfermonobromid, Bromkampfer

<C 20 H 15 BiO 2 oder C 10 H 15 BrO=231).

Darstellung. 130,0 Kampfer werden in Form kleiner Stücke in einelitergrosse Retorte gegeben, mittelst eines durchbohrten Korkes dem Halseder Retorte ein circa 60 Ctm. langes rechtwinkelig gebogenes Glasrohr auf-gesetzt. Der Retorte wird eine Lage mit etwas aufwärts steigendem Halsegegeben, der kürzere abwärts steigende Schenkel des Glasrohres mit einerleeren WouLF'schen Flasche verbunden, welcher ein Gasleitungsrohr aufgesetztist, welches in einer Flasche mit Wasser und Kalkcarbonat mündet, um dasentwickelte Bromwasserstoffgas aufzufangen. Dann werden unter Beihilfe«ines Glastrichters durch den Tubus 120,0 reines Brom in die Retorte ge-geben. Schon bei gewöhnlicher Temperatur oder nach geringem Anwärmenerfolgt die Bromwasserstoffentwickelung, die Temperatur steigt auf 65° C. undetwa aufsteigende Bromdämpfe werden in dem der Retorte aufgesetzten Glas-rohre verdichtet und fiiessen in die Retorte zurück. Arbeitet man mit grösserenMengen, so wäre, um eine zu starke Selbsterhitzung zu vermeiden, das Bromnach und nach in halbstündlichen Pausen in Portionen von 50,080,0 in dieRetorte zu geben. Wenn das Brom zugesetzt ist und die Reaction nachlässt,setzt man ein Thermometer in den Retortentubus und erhitzt, nach und nachoder sehr langsam, eine Temperatur von 130° G. nicht überschreitend. Istdie tief rothe Flüssigkeit hellrotli geworden, so lässt man auf circa 55° C.