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2 (1878)
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Butyrum.

"Wenn ferner in der untersuchten Butter ein Gehalt von 20 Proc. Nicht-fettstoffen (Wasser, Kochsalz, Casei'n u. dgl.) gefunden wurde, so enthält dieuntersuchte Butter 80 Proc. Fettsubstanz und in diesen (100 : 53,3=80 : x=)42,64 Proc. fremde Fettsubstanz oder Nichtbutterfett.

In einer guten normalen Butter beträgt der Gehalt an Wasser, Salz,Käsestoff circa 15 Proc. Dieser Gehalt ist natürlich zu bestimmen, was keineSchwierigkeit hat, da sich diese Stoffe in der Wärme vollständig und gutabsetzen.

Die hehner 'sche Methode der Butteruntersuchung von Hägermodificirt. Die hehner 'sche Methode erfordert viel Sorgfalt und Zeit.Dieselbe ist von Hager bedeutend abgekürzt und erleichtert und hat dieserdie abgeänderte Methode in 4 Fällen mit der hehner 'schen vergleichend aus-geführt. Diese vier Fälle betreffen zwei Untersuchungen reiner Butter, einerKunstbutter und einer aus gleichen Theilen Kuhbutter und Kunstbutter beste-henden Mischung. Die Resultate divergirten nur um 0,1 und 0,2 Proc.

I. Sonderung des Butterfettes aus der Butter. In ein tarirtesGlasgefäss mit weiter Oeffnung (ein Opodeldokglas) giebt man 20,0 der Butter(bei Stückenbutter aus der Mitte eine Querschnitte), dazu 3,0 4,0 reines,vorher getrocknetes Nattiumchlorid, und stellt nach Erforschung des Brutto-gewichtes das locker verkorkte Gefäss in eine Ofenröhre oder in einen eisernenmit Deckel geschlossenen Topf und erhitzt im Wasserbade, um die Scheidungder wässrigen und fettigen Theile zu ermöglichen. In der Ruhe und einerWärme von 50 bis 80° C. erfolgt diese Scheidung meist so, dass sich eineklare gelbliche Fettschicht über dem aus Casein, Salz und Wasser bestehen-den Bodensatz sammelt und dieses Fett für die weitere Arbeit einer Filtrationnicht bedarf. Bei Gegenwart von Kunstbutter bleibt die Fettschicht gewöhnlichlängere Zeit trübe. In diesem Falle lässt man die Sedimentation einen halbenTag länger dauern. Man wägt von dem klaren Fette unter Decanthation inzwei Glaskolben von circa 120 CC. Rauminhalt je 5,0 ab, um seine Unter-suchung sub III. vorzunehmen.

II. Bestimmung des Gehaltes der Butter an Feuchtigkeit,Käsestoff, Salz. Man decanthirt das Butterfett, so weit als möglich ist,und giebt auf den Bodensatz circa 10 CC. erwärmtes Benzin oder Benzol,ohne umzurühren, aber unter sanftem Hin- und Herbewegen, um eine Mischungdes Benzins mit dem Fettreste zu bewerkstelligen, und lässt an einem lau-warmen Orte eine halbe Stunde absetzen, um dann die Benzinschicht zudecanthiren und durch Nachgiessen von nochmals 10 CC. Benzin den letztenFettrest aufzunehmen und zu beseitigen. Nachdem man an dem lauwarmenOrte die etwa noch adhärirende Spur Benzin hat abdunsten lassen, wägt mandas Gefäss mit Inhalt, von welchem die zugesetzten 3,04,0 Natriumchioridin Abrechnung zu bringen sind und erfährt auf diese Weise das Summage-wicht von Feuchtigkeit, Salz und Käsestoff. Man extrahirt diesen Bodensatzmit heissem Wasser und filtrirt. Das Filtrat ergiebt eingetrocknet die Koch-salzmenge, von welcher natürlich die zugesetzte Natriumchloridmenge in Abzugzu bringen ist. Im Filter befindet sich der Käsestoff. Ist das Filter tarirt,so wird es mit Inhalt getrocknet etc.

III. Verseifung des Butterfettes. Es sind zweimal 5,0 Butterfettabgewogen für den Fall, dass irgend ein Unfall bei den Manipulationen vor-kommt. In den Glaskolben mit 5,0 Butterfett giebt man 20 CC. Weingeistund 10 CC. einer frisch bereiteten Lösung von 2,0 reinem trocknem Aetznatron(Natrum causticum fusum) in 10,0 destillirtem Wasser, erwärmt, aber stetsunter Bewegung des Kolbens, über einer Flamme oder im Wasserbade bis