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2 (1878)
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1206
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Fig. 319. Hippursäure im Harnsediment.

Krystallen, -welche man mit dem Mikroskope prüft. Die nach dem Verdampfendes Weingeistes verbleibende krystallinische Masse giebt einerseits keine Murexid-reaction, andererseits aber die Nitrobenzolreaction. Nimmt man die Krystall-masse mit 12 CC. concentrirter Salpetersäure auf, erhitzt bis zum Aufkochen,dampft zur Trockne ab, giebt den Rückstand in einen Reagircylinder underhitzt, so entwickelt sich der Bittermandelölgeruch des Nitrobenzols.

VI. Leucin (C^H^NO 4 oder C 6 H 13 N0 2 ) und Tvrosin (C«HHN0 6 oderC 9 H u N0 3 ), Zersetzungsproducte stickstoffreicher Stoffe, verdanken ihr Ent-stehen der fauligen Gährung. Man findet sie, gewöhnlich in Gesellschaft miteinander, in dem Harne bei acuter Leberatrophie , acuter Phosphorvergiftung,oft auch bei Typhus, Pocken etc. Sind sie reichlich vorhanden, so beobachtetman sie im Sediment des Harnes (welches Sediment gewöhnlich eine grünlicli-

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der salzsauren Lösung in säulenförmigen Krystallen oder hexagonalen Plätt-chen aus.

V. Hippursäure ist ein häufiger Bestandtheil des normalen Harns. Esbeträgt die von einem gesunden Menschen innerhalb 24 Stunden mit demHarne entleerte Menge Hippursäure bis zu 1,0, nach reichlichem Genüsse vonsäuerlichen Früchten selbst bis zu 2,0 Grm. Benzoesäure und Zimmtsäure gehenauf dem Verdauungswege in Hippursäure über und werden als solche durchden Harn abgeschieden.

Nur wenn die Hippursäure in reichlicher Menge im Harnsediment ange-troffen wird, deutet sie auf krankhafte Zustände. Hier erkennt man sie unterdem Mikroskop an den Formen ihrer Krystalle, von denen aber einige mitdenen der Harnsäure und des Tripelpliospliats Aehnlichkeit haben. Behufsder Unterscheidung sammelt man das Sediment in einem Filter und extrahirtes hier mit heissem Weingeist, welcher nur die Hippursäure löst, Harnsäureund Tripelphospliat ungelöst lässt. Beim Abdunsten von circa 2 Tropfen derweingeistigen Lösung auf einem Objectglase erhält man die Hippursäure in