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2 (1878)
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1207
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Urina.

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gelbe Farbe hat). Im anderen Falle lässt man den Harn auf dem Objectglaseabdunsten. Hier zeigt das

Leucin den Fetttröpfchen nicht unähnliche kuglige Gebilde, entstandenaus der Uebereinanderlagerung hyaliner Lamellen, in welcher Form es zukrystallisiren pflegt. Sie unterscheiden sich hinreichend von Fett durch ihreUnlöslichkeit in Aether. Jene Gebilde sind von gelblicher Farbe, oft con-centrisch gestreift, hin und wieder mit feinen Spitzen besetzt. Im reinen Zu-stande krystallisirt es in feinen zugespitzten Säulen.

Leucin fühlt sich fettig an und ist ohne Geruch und Geschmack. InWasser ist es leicht, schwerer in Weingeist, nicht in Aether löslich, dagegenwird es sowohl von Säuren wie von Alkalien leicht gelöst. In der fauligenGährung (oder beim Schmelzen mit Aetzkali) giebt es Yaleriansäure aus, ebensoin seiner alkalischen Lösung auf Zusatz von Kalihypermanganat. Durch Mer-eurinitrat wird es aus seiner Lösung nicht gefällt (wohl aber das Tyrosin).Bei 160170° C. sublimirt es in wollig flockigen Massen, bei 180° und darüberschmilzt es unter Zersetzung.

Fig. 320. Leucin.

Tyrosin.

Tyrosin bildet farblose seidenglänzende nadeiförmige, oft zu Büschelnund Sternen gruppirte Krystalle. Aus der ammoniakalischen Lösung krystal-lisirt es gewöhnlich in kugliger Form mit zackiger Peripherie, bestehend ausradial gruppirten Nadeln. Beim Zerdrücken einer solchen Kugel unter demDeckgläschen zerfällt sie in zarte farblose Nadeln.

Tyrosin ist ohne Geruch und Geschmack, in kaltem Wasser sehr schwerlöslich oder fast unlöslich, leichter löslich in heissem Wasser, nicht löslich inWeingeist und Aether, leicht löslich in Aetzammon und verdünnten Säuren.Es ist nicht sublimirbar und riecht bei der Verbrennung nach verbrennendemHorn. In kochendheisser wässriger Lösung mit Mercurinitrat versetzt färbt essich rosenroth und giebt später einen rothen Bodensatz.