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2 (1878)
Entstehung
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1204
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Fig. 31(1. Ammonmagnesiapliospliat(Tripelphosphat). Vergr.

bauek ) meist in einem Verhältniss von circa 67 Proc. Magnesiaphosphat zu33 Proc. Kalkphosphat.

Die Erdphosphate sedimentären, sobald der Harn nur schwach sauer,neutral oder alkalisch wird. Das Kalkphosphat findet sich im Sediment meistamorph (3CaO,PO°), zuweilen im schwach sauren Harne krystallinisch (2CaO,HO,PO°). Aus seinen Lösungen in Säuren wird es durch Ammon immeramorph abgeschieden. Das Tripelphosphat findet sich im Harnsediment immerin krystallinischer Form.

Behufs quantitativer Bestimmung der Erdphosphate wird die unter c er-haltene Lösung D mit Ammon übersättigt,der Niederschlag gesammelt, getrocknet undschwach geglüht.

Behufs der volumetrischen Bestimmungbedient man sich der unter Acidum phospho-ricum angegebenen Uran- und Natronacetat-lösung. 20 CC. Harn werden mit 2 CC. Natron-acetatlösung und etwas Essigsäure gemischt,in einer porcellanenen Schale erwärmt undmit der titrirten Uranacetatlösung tropfen-weise versetzt, bis einige Tropfen der Flüssigkeit und Kaliumferrocyanidlösungneben einander auf weisses Fliesspapier getropft an ihren gegenseitigen Be-rührungspunkten eine rothbraune Färbung hervorbringen, also ein geringerüebcrschuss Uranlösung vorhanden ist.

Findet die Ausscheidung der Erdphosphate bereits in der Blase statt, soliegt die Möglichkeit der Bildung von Harnsteinen vor.

II. Ammon ist ein häufiger Bestandtheil des normalen und ein ge-wöhnlicher Bestandtlieil des pathologischen Harnes. Im normalen Harneist es nur in Salz Verbindung vorhanden, im pathologischen zum Theilals Carbonat, im Harnsediment als Urat und im Tripelphosphat. Höchstselten findet es sich im Harne als Schwefelammonium. Die MengeAmmon, welche ein gesunder Mensch in 24 Stunden im Harne ausscheidet,beträgt im Mittel 0,7 Grm. Ein Harn, der soeben entleert ist und alkalischreagirt, verdankt diese Keaction einem Ammoncarbonatgehalte, hervorgegangenaus einem chemischen und pathologischen Processe in dem uropoetischenSystem. Eine sichere quantitative Bestimmung des Ammons im Harne istnach Neubauer nur in der Weise ausführbar, dass man 10 20 CC. desdurch Filtration vom Schleim befreiten normalen Harnes, oder eine ähnlicheMenge des mit einem Ueberschuss Bleiacetat ausgefällten und filtrirten Harnesmit einem Ueberschusse Kalkmilch versetzt in einem flachen Gefäss über einerausreichenden Menge verdünnter Schwefelsäure von genauem Titer placirt undbeides mit einer Glasglocke dicht abschliessend überdeckt. Nach 48 Stundenhat die Schwefelsäure alles frei gemachte Ammon absorbirt und gebunden.Durch Zurücktitriren mit titrirter Natronlösung wird die nicht gesättigteSchwefelsäure und damit das gebundene Ammon bestimmt.

III. Cystin, ein Schwefel und Stickstoff enthaltender Körper (C c H 7 NS 2 0 4oder C 3 H 7 NS02)) ist ein höchst seltener Bestandtheil des normalen Harnes odervielmehr des Harnes gesunder Menschen, es findet sich aber zuweilen im Harn-sediment in Gesellschaft mit Natronurat und in Harnsteinen, und neben cystin-haltigen Harnsedimenten trifft man häufig auf grössere Cystinconcremente vonder Grösse eines Stecknadelknopfes bis zu der einer Erbse, von gelber Farbe