Urina.
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Speisen und Getränke, nach dem innerlichen Gebrauch von Nartonbicarbonat,Alkalisalzen mit organischen Säuren. Der in 24 Stunden von einem erwach-senen gesunden Menschen gelassene Harn enthält durchschnittlich 0,1 Grm.Kalkoxalat. Enthält der Tagesharn längere Zeit mehr als das 3 — 5 fachedieser Menge, so ist der Harn ein pathologischer und liegt ihm eine oxalsaureDiathese, die sogenannte Oxalurie, zu Grunde und damit die Veranlassungzur Bildung von Harnsteinen aus Kalkoxalat (Maulbeersteinen) in den Nierenund der Blase und überhaupt eine gesundheitsstörende Einwirkung auf denOrganismus. Die in die Verdauungswege eingeführte freie und gebundeneOxalsäure scheint keine Zersetzung zu erleiden und wird mit dem Harne alsKalkoxalat abgeschieden. Der oxalurische Harn ist dunkelfarbig und hat einenan Reseda und Hagebutten erinnernden Geruch.
Die Oxalsäure ist zum Theil ein Zersetzungsproduct aus der Oxalur-säure (C3H4N2O4), welche mit Wasser in der Wärme in Oxalsäure und Harn-stoff zerfällt. Die Oxalursäure findet sich nur in Spuren im normalen Harnean Amnion gebunden. Sie ist isolirt ein weisses krystallinisches, in Wasserwenig lösliches Pulver. Die Identitätsreaction besteht darin, dass man einewässrige Lösung des Ammonoxalurats mit Calciumchlorid und Aetzammon ver-setzt und diese klare Mischung erhitzt. Es erfolgt eine copiöse Kalkoxalat-ausscheidung.
d. Erdphosphate und zwar Kalkphosphat (2Ca0,H0,P0 5 oderCaHP0 4 und 3Ca0,P0 5 oder Ca : ,[P0 4 ] 3 ) und Ammon-Magnesiaphosphat
Fig. 314. Natronurat aus dem Harne.Circa 150 fache Vergr.
Fig. 315. Ammonurat im Harnsediment.
(Tripelphosphat = 2Mg0,NH 4 0,P0 ü + 12HO oder MgNH 4 P0 4 + 6H 2 0). BeidePhosphate sind Bestandtheile des normalen Harnes und kommen gewöhnlichnebeneinander vor. In dem in 24 Stunden von einem gesunden Menschenentleerten Harne sind 0,3 —1,6 Grm. Erdphosphate enthalten und (nach Neu-
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