c. Kalkoxalat. Wird dieser Niederschlag C nach Verlauf einer Stundein einem tarirten Filter gesammelt, mit wenig Wasser ausgewaschen, dann mit
10 proc. Essigsäure eine Stunde mace-rirt, sogehen die Phosphate in Lösung(D) über, aber Kalkoxalat bleibtungelöst. Dieses wird nach demTrocknen durch schwache Glühungin Kalkcarbonat verwandelt. DasGewicht desselben mit 1,46 mul-tiplicirt ergiebt das Gewicht desKalkoxalats (Ca0,C 2 0^ + H0).
Kalkoxalat ist in Harnsedi-menten gewöhnlich von Harnsäure
und Uraten begleitet und sedimentirtsowohl aus saurem wie ammoniaka-lischem Harne. In kleinen unbe-deutenden Mengen ist es auch innicht sedimentirendem Harne gelöstenthalten, indem die gleichzeitig inLösung befindlichen sauren Phos-phate lösend darauf einwirken. DerKalkoxalatgehalt des Harnes wirdvegetabilische Nahrungsmittel, Gemüse, viel Zucker enthaltende
Ca. o.e.
Fig. 313.
Kalkoxalat aus dem Harne.Circa 400 fache Vergr.
vermehrt durch
1202
Urica.
Kalkoxalat und Harnsäure nebst Spuren Urat. Wascht man nun mit einer 10-proc. Salzsäure und dann mit Wasser aus, so bleibt die Harnsäure ungelöst.Diese wird getrocknet und gewogen und ihr Gewicht von dem Gewichte aus derersten Wägung abgezogen. Die Differenz ist annähernd die Menge des Kalk-oxalats.
I. Wird die Bestimmung der im Harnsediment vorhandenen S ii u r C n und Salzegefordert, so verfährt man in folgender Weise:
Das Sediment wird mit (einer circa 10fachen Menge) 10proc. Salz-säure Übergossen, bis auf 40—50° C. erwärmt und 10 Stunden an einen kaltenOrt gestellt, hierauf die Lösung (A) von dem Ungelösten (B) durch Filtrationin einem tarirten Filter gesondert.
a. Kalkcarbonat. Fand beim Uebergiessen mit der Salzsäure ein ge-lindes Aufbrausen statt (durch das Gehör leicht zu erkennen), so war Kalk-carbonat gegenwärtig.
b. Harnsäure. Aus dieser besteht der in Salzsäure ungelöst gebliebeneTheil. Man wäscht sie mit Wasser aus und trocknet sie, um sie zu wägen.Ihre Identität weist man mittelst der Murexidreaction (vergl. dies.) nach. Sedi-mente, welche reich sind an Harnsäure, resp. den Uraten des Natrons undAmmons, resultiren aus sauer reagirenden Harnen. Sie sind meist von gelb-licher Farbe und sandig anzufühlen.
Die salzsaure Lösung A des Harnsediments enthält die Oxalate und Phos-phate. Mit Aetzammon bis zum Ueberschuss versetzt giebt sie einen Nieder-schlag (C), welcher aus Kalkoxalat, Kalkphosphat und Ammonmagnesiaphos-phat (Tripelphospliat) besteht.