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2 (1878)
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Urina.

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luraen getlieilt und jedes Volumen gesondert der Sedimentation überlassenwerden. Das eine Sediment dient dann zur Untersuchung, das andere zurTrocknung im Wasserbade und zur Wägung.

Die Untersuchung des Sediments ist entweder eine chemische oder einemikroskopische. Der Zweck der ersteren ist gewöhnlich nur die Erkennung,bisweilen auch die quantitative Bestimmung eines der Stoffe, welcher demArzte für die Diagnose einen Werth bietet. Zu diesen Stoffen gehören Oxa-late oder Oxalsäure, dann Urate oder Harnsäure, Erdphosphate und auch zu-weilen Hippursäure.

Die mikroskopische Prüfung des Harnsediments findet dieses inverschiedener Form und zwar 1) als ein amorphes, bestehend aus Uratender Alkalien und Subphosphaten der Erden,2) als ein organisches, ausorganischen Gebilden, z. 13. aus Epithelien, Schleimzellen, Eiterzellen, Blut-zellen, Spermatozoi'den, Harnsarcinen, Pilzen etc. bestehendes, 3) als einkrystallinisches, bestehend aus Harnsäure, sauren Uraten, Hippursäure,Kalkoxalat, Tripelphospliat, saurem Kalkpliosphat, Cystin, Tyrosin etc., 4)als ein complicirtes, d. h. aus zwei oder allen drei der vorerwähnten Se-dimentformen bestehendes.

Fig. 312. Harnsediment "bei 200300faclier Vergrößerung, h Harnsäure, u Saure Urate des Amnionsund Natrons, o Kalkoxalat. p Tripelphospliat, e Epithelialzellen und Harneylinder. / Fermentkörperchen.

ei Eiterkörperchen.

Wird nur die Bestimmung des Kalkoxalats gefordert, so übergiesstman das Sediment mit einer lOproc. Essigsäure, macerirt eine Stunde undsammelt den nicht in Lösung übergegangenen Theil in einem Filter, wäschtihn mit etwas jener Essigsäure aus, trocknet und wägt ihn, er besteht aus

Hager, Pliarmac. Praxis. II. 76